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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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von Erlenbach. Derselbe wurde trotz alles Läugnens vom Obergericht zu 13 Jahren Kettcnstraseverurtheilt. — 1852, September. In Rieden schlug der Blitz in ein Haus, doch ohne zu zünden.

— 1857. Der Regicrungsrath ertheilte dem Ausscheidungsvcrtrag zwischen der Gemeinde und derGenossenschaft Rieden die Genehmigung; demselben zu Folge fallen von der bisherigen 92 Juchartgroßen Gemeindswaldung ?/, der Gemeinde und */z den Gerrchtigkeitsbesitzern zu.

RieSbach.

(Urkundlich RiediSpach 1240, Arnoldus dc Riesbach 1292, Rieschpach 1346. Ob Bach im Riebt?,

Bezirk Zürich. Politische, Civil- und Schulgemeinbe. I. Militärbezirk. 25. Notariatskreis Riesbach, Zollikon und HirS-landen (in Riesbach,. Riesbach gehört zur Kirchgemeinde Neumünster und umfaßt folgende Ortsnamen: Bei der obern undbei der untern Brücke, obere und untere Flüh, Hof. Hornegg, Hütten, Karthaus, Kreuz <nur z. Theil,, Kreuzbühl, LureyLengg, Münchhalden, Mühlebach, Nebelbach, Reih. oberes und unteres Riebt, Rüti , Schönauer, Spitzwies, Stadelhofen'Seefeld, beim Steg, Tiefenbrunnen, Tobet, Vogelhütie, Weiher, obere und untere Weinegg, Wildbach, Wonnebcrg, Zieh-brunnen.

1851, am 17. August schlug der Blitz in ein Haus an der Seefeldstraße, doch ohne zu zünden.

— 1852. In der Nacht vom 17. auf den 18. Februar warf der Sturmwind ein neu aufgebautes,

zu einer Leimtrocknerei bestimmtes Gebäude nieder. — 1853 gebar im Mai eine junge Frau Dril-linge, zwei Knaben und ein todtes Mädchen. — Am 8. September fand die Einweihung des neuenSchulhauses an der Seeseldstraße unter angemessenen Feierlichkeiten statt. — 1854 beschloß dieGemeinde Riesbach am 9. April an den Bau des Polytechnikums die Aversalsumme von 5000 Fr.zu bezahlen. — Im September starb im Seefeld ein von Heidelberg kommender Subskribenten-sammler an der Cholera, worauf noch mehrere einzelne Erkrankungen in der Gemeinde folgten;letztere jedoch ohne tödtlichen Verlauf. — 1856, im August versank bei heftigem Sturme bei derSt. Niklaussäule am Zürichhorn ein mit Steinen beladenes Schiff; die Mannschaft konnte sich

retten. — 1857, im Februar beschloß die Gemeinde die Einführung der Gasbeleuchtung. Die Kosten

sind auf 50,000 Fr. veranschlagt. — Am 17. Mai erhöhte die Gemeinde die Lehrerbesoldungen

auf je 1000 Fr. — Sonntag den 9. August richtete das Hagelwetter in Riesbach großen Schaden

an. — 1858. Als ein Kuriosum darf angeführt werden, daß in diesem Jahre in Riesbach 1'/?Juchart Wiesen um 19500 Fr. verkauft wurden; begreiflich ist dieß als ein Affektionspreis anzu-nehmen. — 1859. Das Armengut Riesbach wurde von dem in Zürich verstorbenen BratwursterRosenstock mit einem Legate von 230 Fr. bedacht. — 1860. Das im Banne der GemeindenRiesbach und Hirslanden liegende Burghölzli wurde von der Regierung behufs Erbauung einerneuen Irrenanstalt um 112000 Fr. angekauft.

RifferSweil.

«Urkundlich kommt ein Burgstall ReinfrideSwile im Jahr 1019 vor, dann Reinfriswiie 1180 rc., Riferswilc 1249.Die ursprüngliche Form Reginirideswilare oder Reinfrideswilare bedeutet Weiler des Reinfried)

Bezirk Affoltern. Kirch-, politische und Schulgemeinbe. II. Militärbezirk. 13. NolariatSkrelS Knonau «in Affoliern,.RifferSweil theilt sich in Ober- und Unter-Riffersweii. Ersteres umfaßt die Ortsnamen: Ober-Riffersweil und Stonau;letzteres die Ortsnamen: Untcr-Riffersweil und Geerensteg.

1857. An die Kosten der Straße von Ober-Riffersweil nach Hauptikon und Uerzlikon erhieltdie Gemeinde einen Staatsbeitrag.

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