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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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RorbaS.

<Jm Volk-dialekt Rorbis. Der Name Norboz kommt schon 984 vor, RorboS 1254 rc. Die Bedeutung ist noch uner-klärt.!

Bezirk Bülach. Kirchgemeinde. Vll. Militärbezirk. 9. Notariat-kreis Bülach ; besteht aus den politischen GemeindenRorbas und Freienstein (s. d. Art.) Die Kirchgemeinde Rorbas zählt die Schulgemeinde«: Rorba-, Freienstein und Teuffen.Die politische Gemeinde Rorbas umfaßt die Ortsnamen: NorbaS, Alpenhof, Brunnensteig, Büttberg, im Hinterweiler , imuntern Kronthal, Lochmühle, im Neuweg. Niedern und Wyl. Zur Schulgemeinde Rorba- gehört noch außerdem die Hau-mühle, Civilgemeinde Unter-Embrach; die politische und Civilgemeinde Freienstein (s. d. Art.)

1850. Die Gemeinde Rorbas ließ eine 5255' lange Strecke der Straße über den untern Jrchelvon Teufenbach bis zum Rettigbuck um 2600 Fr. im Akkord ausführen; dabei waren 11 Tollen,davon eine von 300' Länge zu bauen. Außerdem wurde eine Strecke der Straße von der Töß -brücke gegen Freienstein von 300' Länge gebaut. An die Kosten wurde ihr der stipulirte Staats-beitrag ausbezahlt. — 1851. Im sogenannten Rettigbuck entstand ein bedeutender Erdschlipf, derein ganzes System von Entwässerungsarbeiten nöthig machte. — 1852, Dezember starb Hr. PfarrerEduard Dändliker zu Rorbas. — 1853. An die Stelle desselben wählte im Januar die Kirch-gemeinde fast mit Einmuth den Bruder des Verstorbenen, den Hrn. Karl Dändliker , Pfarrer inEisau. — Mai. An den im September 1852 erlittenen Wasserschaden erhielt die CivilgemeindeRorbas einen Staatsbeitrag von 1800 Fr. und die Kirchgemeinde einen solchen von 620 Fr. —1851. Die Gemeinde Rorbas vollendete die Straße um den untern Jrchel herum und erhielt andie Kosten einen entsprechenden Staatsbeitrag. — 1855 erhielt die Gemeinde die Bewilligung zueinem außerordentlichen Holzschlag behufs Abzahlung von Gemeindsschulden. — 1856, Mai. DieRegierung kaufte das Schloß Teuffen mit einem Güterkomplex von 100 Jucharten Wald, mehrernhundert Juchart Ackerland und 8 Juchart der besten Reben um 300000 Fr. von dem EigenthümerHrn. Merian von Basel . — Eine im Jahr 1857 vorgenommene genauere Vermessung des nunmehrdem Staate zugehörenden Schloßgutes gab folgendes Resultat: Der der Forstwirthschaft gewidmeteTheil enthält 126 Juchart bestockte Fläche, 38^ Juchart kulturfähige Blößen, ^ Juchart Holz-lagerplatz, 6l/z Juchart Förster-Dienstland, und 3 Juchart ertraglose Fläche, Waldstraßen, Felsenu. s. f. Summa 171 ^ Juchart. Der der Landwirthschaft gewidmete Theil enthält 11^ JuchartAckerland, 58 Juchart Wiesen, 11/2 Juchart Gemüsegarten, 8^/4 Juchart Reben, 12 Juchart Gebäude-plätze, Anlagen, Baumschulen, Wege u. s. s. und 7>/j zur Zeit ertraglose Hügel und Waldplätze.Summa 129l/z Juchart oder Total 601 Juchart (anstatt 5611/4 Juchart, wie beim Kaufe ange-nommen wurde). — 1859 schenkten die Erben des sel. Hrn. Oberstlt. Kunz von Uster der Kirchezu Rorbas 1000 Fr.

Rümlang.

(Im Volk-dialekt Rümlingen . Urkundlich Rumelanch 924. Rumilanc 928, Riumelanc 952. Numelanc 1149 u. s. f.Die Ableitung des Namen- ist unsicher.)

Bezirk Regen-berg. Kirch-, politische und Schulgemeinde. Vlll. Militärbezirk. 15. Notariatskreis Neuamt, Rümlangund Weiach; umfaßt die Ort-namen: Rümlang, Bärenbohl, Glattbrugg, Katzenrütihof, im Letten, im Rigi und Tempelhof .

1855 erhielt die Gemeinde Rümlang die Bewilligung zu Abtretung von zirka 137^ JuchartWald an die Gerechtigkeitsbesitzer behufs Ausscheidung. — Die Gemeinde Rümlang hatte Hrn. RobertWeber zum Pfarrer gewählt; allein der Regierungsrath kassirte diese Wahl wegen stattgehabter