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Bezirk Meilen. Kirch-, politische und Cirilgemeinde. IN. Militärbezirk. 21. NotariatSkreis Stäfa . Theilt sich indie Oberwacht und Unterwacht und in die drei Schulgem-tnden: Kirchbühl. Helikon und Uerikon . Die Schulgemiindc Kirch-bühl umfaßt die Ortsnamen: Kirchbühl, Blatt, Geeren, Häldli, Haslenbach, Hohentwiel, Kapf, Kerngarten, Mauergarten,Oberhausen , Oetikon, Rosengarten, Spittel, Wädensweiler. Die Schulgemeinde Uelikon umfaßt die Ortsnamen: Helikon,Verwies, Bauertacker, Buchhalden, Dachstein, Eichelacker, Eichtlen, Geißen, Hunert, Kniebrechen, Lattenberg, Laubsten,Müllihölzli, Murzmahlen, Püntacker, Reihn, Träubler, Wannen, Ziel. Die Schulgemeinde Uerikon (Uirikonf umfaßt dieOrtsnamen: Uerikon , BrüniShausen, Fangen, Gamsten, Gsteig, Länder, Matt, MockenwieS, Moritzli, Ranghausen, Storr-bühl, ein Theil von Schirmensee und Töbeli.
1851, 7. August schlug der Blitz in ein Haus in Stäfa , stürzte den Schornstein herunter undrichtete sonst noch verschiedenen Schaden an. — 1852. In der Nacht vom 20. auf den 21. Okt.brannte die Gerwe zu Stäfa ab, wobei der Gerbermeister Uhlmann, der sein vierjähriges Töchterleinaus den Flammen retten wollte, den Tod fand. — 1853, Februar. An der Fastnacht feierte dieJugenv von Stäfa ein schönes Volksfest im Freien durch die dramatische Darstellung von HerzogKarls des Kühnen Schlachten bei Grandson, Murten und Nancy . Man zählte mehr als -100 Dar-stellende und über 15000 Zuschauer- — August. Die Gemeinde Stäfa verwendet jährlich 011 Fr.89 Rp. für die Besoldung ihrer Wegknechte. Auch wurde in diesem Jahre die Straße nach Hom-brechtikon vollendet und der Bau einer neuen Straße gegen Uelikon in Angriff genommen. —Am 8. und 9. Oktober feierte Stäfa ein schönes landwirthschaftliches Fest. In dem hübsch dekorirtenFestlokal im Gasthof zum Rößli war eine reiche Ausstellung von Feld- und Gartcnfrüchten, be-sonders von massenhaften Obstsortimenten. Auch waren einige Jndustrieprodukte, wie Strohgeflecht,Flachsgespinnste u. s. f., sowie ein Sortiment von Drainirwerkzeugen ausgestellt. Die Regierunghatte 1000 Fr. für Prämien ausgesetzt. Im Ganzen wurden 2500 Eintrittskarten gelöst und 60Preise vertheilt. — 1854. An den durch Hagelschlag vom 10. Juni verursachten, aus 30851 Fr.20 Rp. geschätzten Schaden erhielt die Gemeinde Stäfa einen Unierstützungsbeitrag von 300 Fr.
— An die Kosten der Errichtung einer Waiscnanstalt wurde der Gemeinde ein Staatsbeitrag von500 Fr. ertheilt. — 1855, Januar erhielt die Gemeinde an die Kosten des Baues einer Straßevon Uelikon über Binz gegen Ghei einen Staatsbeitrag von 5000 Fr. — 1856. Der neu er-richteten Waiscnanstalt Stäfa flössen aus dem Fonde des vor Kurzem aufgelösten Vereines fürVersorgung heimatloser Kinder die Summe von 400 Fr. zu und eben so viel durch Vermächtnißder sel. Wittwe Rebmann von Uetikon ; ferner 232 Fr. durch Schenkung von zwei Aktien von Seiteeines Bürgers von Stäfa. — Oktober. Stäfa errichtet ein Kadettenkorps. — 1857, 5. Januar.An die Militärunterstützungskasse sind nicht bloß für Gemeindsbürger, welche noch besonders be-dacht wurden, bereits über 1500 Fr. und zahlreiche Kleidungsstücke eingegangen, sondern außerdeman das kantonale Unterstützungskomite in Zürich 1400 Fr. übersandt worden. — Juli. Herr Berg-Ingenieur Fr. Bürgi von Stäfa ist unter glänzenden und ehrenvollen Bedingungen als Direktorgroßer Silberbergwerke und damit zusammenhängender Schmelz- und Amalgamirwerke nach Mexiko berufen worden. — 1858, April. Nach Entdeckung bedeutender Unterschlagungen entfloh der Ge-meindammann Aeppli nach Amerika. — Die Gemeinde Stäfa löste die sogenannten Wachtverhält-nisse, die beständig zu Streitigkeiten Veranlaßung gaben, namentlich, wo es sich um Besorgung desStraßenwesens handelte, auf und verschmolz die Güter der beiden Wachten in Ein Gemeindegut.
— Die drei in Stäfa niedergelassenen Herren Jenny-Ryffel von Schwanden, Fabrikbesitzer,haben bei Anlaß einer Hochzeitfeier mit 1500 Fr. eine Jennystiftung zu Gunsten der Sekundar-
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