umfaßt die Ortsnamen: Gattikon. Hof und Hündi; die Civilgemeinde Ludretikon umfaßt die Ortsnamen: LudretikonAegertli, Ehliberg, Hintergaß, Marbach, Rosengarten und zum Theil Schwände!.
1851. An den im vorigen Sommer durch Hochgewitter erlittenen Schaden erhielt die Gemeinde1100 Fr. a. W. als Antheil an der erhobenen Liebessteuer und 200 Fr. als Staatsbeitrag. —1852. Dem Hrn. I. Schmid, Müller in Gattikon wurde in Anerkennung seiner vielfachen Ver-dienste um die Landwirthschast, namentlich für rationelle Verbesserungen am Pfluge, von der land-wirthschaftlichen Kommission der Regierung ein prachtvoller silberner Becher überreicht. — Juni.An der Nationalsubskription bctheiligle sich Thalweil mit 530 Fr. — 185-1, am 2. April Abendsfand in Thalweil auf einer wenig begangenen Straße ein Raubanfall statt, indem dem Beraubtenvon den Thätern wahrscheinlich ein mit Chloroform getränktes Nastuch über den Kopf geworfenwurde, wodurch derselbe betäubt hinfiel und seines Geldes und seiner Uhr beraubt wurde. —1855, im August schenkte Hr. Präsident Schmid in Gattikon für Anschaffung einer neuen Orgelin die Kirche von Thalweil 1000 Fr. — 18. November ertrug eine musikalisch-dramatische Vor-stellung in der Krone zu Thalweil zu Gunsten der durch das Erdbeben heimgesuchten Walliser dieschöne Summe von 300 Fr. — 1857. Die Beiträge, welche in Thalweil zu Unterstützung der imFelde stehenden Wehrmänner der Gemeinde und ihrer Familien eingegangen sind, überstiegen schonvor Mitte Januar die Summe von 3100 Fr. und außerdem eine große Zahl zur Disposition ge-stellte Kleidungsstücke. — Unter den am 29. Mai im Hauenstein-Tunnel Verunglückten befindet sichauch ein Ludwig Eschmann von Thalweil. — Eine Schulhausbausteuer wurde von den Gemeinds-behörden folgendermaßen festgesetzt: 6'/z Fr. von 1000 Fr. Vermögen, tU/? Fr. vom Mann undtU/r Fr. von der Haushaltung. — Ein Jsraelite hat der Gemeinde Thalweil zum Andenken anseinen daselbst verstorbenen Bruder 1000 Fr. in den Orgelfond geschenkt. — 1858, Februar. Dersel. verstorbene Hr. Näf, Seidenfabrikant in Thalweil legirte dem ArMengut daselbst (außer andernreichen Legaten an Privatpersonen und Kantonalanstalten) 4000 Fr. und dem Schulgut 2000 Fr.
— Februar. An die Kosten der neuen Schulhausbaute erhielt die Schulgenossenschast Thalweil einenStaatsbeitrag von 2300 Fr. — Im Oktober fand eine landwirthschaftliche Ausstellung in Thal-weil statt, die vom herrlichsten Wetter begünstigt, sehr zahlreich besucht wurde. Dieselbe fand sowohlin Beziehung auf Anordnung als auf Reichthum der Gegenstände ungetheilten Beifall. — 1859,Juni. Die Lesegesellschaft Thalweil läßt eine öffentliche Badanstalt errichten. An die Kosten derselbensind von einem Unbekannten 200 Fr. eingegangen. — Von der im November im Kanton Zürich erhobenen Liebessteuer zu Unterstützung der im Lause des Sommers vom Hochgewitter Betroffenenerhielt die Gemeinde Thalweil 1870 Fr. — 1860. In Thalweil erstellte Hr. Albert Scheller inTischenloo für sich und für die Etabliffemente der Hrn. Schwarzenbach-Landis und Näf-Schäppi,sowie in dem Wirthschastslokal zur Krone die Gaseinrichtung. Bei Legung der Gasröhren wurdebei Thalweil eine Statuette des Merkur von Bronze gefunden, die von der antiquarischen Gesell-schaft in Zürich erworben wurde. — Am 29. Februar verunglückten bei der Tunnelbaute, die be-hufs Kanalisirung für die mechanische Weberei des Hrn. Schmid in Gattikon errichtet wurde, dreiArbeiter, darunter der geschickte Ingenieur A. Eckhard von Koburg. Letzterer hatte ungeachtet derWarnungen des Bauherrn bei plötzlich eingetretenem Thauwetter in dem Tunnel fortarbciten lassen.
— Die Gemeinde Thalweil erhält an die Kosten des Baues der Kommunikationsstraße von Tischen-loo bis Oeggisbühl und die Korrektion der Landstraße nach der Kirche einen Staatsbeitrag von 1600 Fr.