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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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hoch, Nossikon und Rievikon. welche sämmtlich (mit Ausnahme von Winikon ) auch Schuigemeindcn sind. Die OrsschafiWermatSweil gehört theilweise (Hintersasse, Boden und Frottematt) zur Kirch- und volitischen Gemeinde Pfäsfikon, theilweisecVordergasse) zur Kirch- und volitischen Gemeinde Wer, so daß die Gemeinde- und Bezirksgränze mitten durchgeht. Gleich-wohl bildet die ganze Ortschaft nur Eine Civilgemeinde. Zur Schulgemcinde WermatSweil gehört auch die Ortschaft Faich-rüii, Bezirk Psäisikon. Die Civilgemeinde Kirchusier besieht einzig aus dem Dorke Kirchuster; die Civilgemeinde Oberusterblosi aus dieser Ortschaft; die Civilgemeinde Niederusier umfaßt die Ortsnamen: Niederusier, Sonnenberg und Wvi; dieCiviigemeindc Werrikon besteht einzig aus diesem Dürften; die Civilgemeinte Nänikon aus dem Dorr Nänikon; die Civil-gemeinde Winikon umraßl die Ortsnamen: Winikon , Brandschenke und Gschwader; die Civilgemeinde Freudweii begreiftnur diese Ortschaft; zur Civilgemeinde WermatSweil gebort auch Froltenmatt. Baielrüti und Boden, die beide zur Kirch-und volitischen Gemeinde Pfäsfikon, das letztere aber zur Civilgemeinde WermatSweil geboren, werden beide zur Schulzemeinte WermatSweil gezählt. Die Civilgemeinde Sulzbach umfaßt die Ortsnamen: Sulzbach, Büblweid, Neusinren undTrimulen; zur Sckulgemeinde Sulzbach gehört auch ein Haus im Rebacker, Civilgemeinte Berg und Hos Goßau; dieCivil- und Stulgemeinde Nossikon umraßl die Ortsnamen: Nossikon, Blindenbolz, Brunnacker, Buchbaiden und Eglisten-riedt; die Civil- und Schuigemeinde Riedikon umfaßt die Ortsnamen: Nicdikon, im Kies, Neubaus und Niedikcrbera.

1851, 18. Mai brannten Mittags 3 Uhr in Werrikon, Gemeinde Wer, bei heftigem Nord-wind 8 Häuser nieder; wahrscheinlich wurde der Brand durch einen 8jäbrigen Knaben veranlaßt,

der an eine Scheune gelehnte Streue mit Zündhölzchen anzündete. Der Schaden belauft sich aus16600 fl. Die Hülfe war um so schwieriger, da die meisten Bürger wegen Wahlgeschäften in Werwaren. — 3. Juni. In der Fabrik der Hrn. Gebrüder Huber in Wer wurde ein 17jähriger Menschvon einem Triebriemen ergriffen und zwischen der Rolle und der Diele erdrückt. — In der Nachlvorn 3. auf den 4. August brach in einem neuen zweistöckigen Nebengebäude bei der Fabük desHrn. Oberst Kunz in Nieder-Wer Feuer aus, doch war sebnelle Hülfe zur Hand, so daß nur derDachstuhi und der obere Boden abbrannten. Die Entstehung des Brandes wird der Selbstentzündungder Abgangwolle zugeschrieben, die an einem Haufen auf dem Estrich lag. — 1852, Januar.Hr. Statthalter Zangger in Wer hat unter feinen Arbeitern eine Ersparnißkasse gegründet, bei derdie fleißigen Einleger aus der Bußenkasse prämirt werden. — In Freudweil, KirchgemeindeWer, brannte ein Haus mit Scheune ab (Afsekuranzwerlh 1800 fl.). Man vermuthet Brandstiftung.— April. In Sulzbach, Kirchgemeinde Wer, versuchte ein 12jähriger Knabe mehrere Gebäude

in Brand zu stecken, konnte aber noch rechtzeitig daran verhindert werden. — Die Gemeinde er-

baute in Ober-Wer statt der baufällig gewordenen hölzernen Brücke über den Aabach eine gewölbresteinerne Brücke und unternahm den Umbau einer zweiten Aabachbrücke zwischen Nellikon undRiedikon. — August. Wer besitzt in einem Zöglinge des zürchcrischen Blindeninstituts ein mathe-mathischcs Talent. Der blinde Jakob Winkler zieht in wenigen Sekunden eine Quadrat- oderKubikwurzel bis auf 5 Stellen aus, wiederholt eine 71ziffrige Zahl vor- und rückwärts, löstGleichungen mit mehrern unbekannten Größen auf u. s. f. — 17. auf den 18. September riß derstark angeschwollene Aabach eine fast neue steinerne Brücke weg. — 1853, Februar. Bei einemSchlosser in Wer kam man falschen 20Rappen- und 1 Frankenstücken mit der Jahrszahl 1851auf die Spur. — April. Ober-Uster läßt ein neues Schulhaus bauen. — 14. Mai. Die Civil-gemeinden Wer und Oberuster beschließen, sich bei einer Zweigeisenbahn durch das Glattthal mit150000 Fr. zu betheiligen. — 1854. In Wer zündete ein Gefangener das Gerichtshaus an, derBrand konnte aber gelöscht werden. — Oktober. Die Hintergasie WermatSweil wird kirchlichund politisch der Gemeinde Wer zugetheilt. Das Uebrige, sowie die Höfe Boden und Frottenmattsoll kirchlich und politisch zu Pfäsfikon gehören. — 1855, Oktober. Eine Gesangaufführung in