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Uster zu Gunsten der durch das Erdbeben geschädigten Walliser ertrug 382 Fr. — 1856, Februar.In Uster erkrankte ein Lehrer an den natürlichen Pocken; dock fand die Krankheit keine weitereVerbreitung, Dank der strengen Beobachtung der angewendeten Maßregeln zu Verhütung derselben.
— März. In der Fabrik des Hrn. Oberst Kunz wurden 14 Personen verhaftet, angeklagt, seitJahren für eine sehr beträchtliche Summe Garn gestohlen zu haben, später folgten denselben nochweitere 17 Personen, unter denen ein langjährig treu geglaubter Knecht, dem ein großes Zutrauengeschenkt worden war. Dieser erdrosselte sich seither im Gefängniß. — Am 29. März beschloß dieGlattthalbahn-Gesellschast, die Fortsetzung der Eisenbahn von Uster bis Rüti . Es wurden dannAktien einstweilen für 1 Million Franken und 4^ prozentige Obligationen für ebensoviel emittirt.
— April. In Uster schlug während des Gottesdienstes ein vom Gesimse über der Kanzel herab-fallendes Stück einem Knaben ein Bein ab und verletzte einen Andern nicht unbeträchtlich. —13. Mai brach ein Gefangener aus dem für undurchdringlich gehaltenen Gefängniß in Uster aus.
— 30. Juli fand die Eröffnung der Glattthalbahn statt. Die ganze, zirka 40000 Fuß lange Bahnwurde das erste Mal in 15 Minuten, das zweite Mal in 13 Minuten zurückgelegt. Bei diesemAnlaß ertheilte Uster den Herren Boller und Trümpler, als den Präsidenten und Vizepräsidentender Direktion, das Ehrenbürgerrecht. - l. August wurde die Bahn dem Verkehr übergeben. —Oktober. Die Schulgenossenschaft Freudweil erhielt von dem verstorbenen Hrn. Kantonsrath Bühlerein Legat von 500 Fr. — 1857, im Januar explodirte in Oberuster in der Fabrik der HerrenTrümpler und Gysi der Gasapparat, wobei 6 Arbeiter erheblich verletzt wurden. — Die in derKirchgemeinde Uster für Unterstützung der im eidgenössischen Militärdienst stehenden Gemeindsbürgerund ihrer Familien gesammelte Steuer hat an Baar, Lebensmitteln unv Effekten die Summe von2000 Fr. abgeworfen. Die nicht verbrauchten Fonds im Betrag von 1274 Fr. wurden zu Grün-dung eines Kadettenfonds bestimmt. — 1858, Januar. In Uster wurde ein Mann und seine Magddurch Arsenik vergiftet. — 17. Juni. Zwischen Uster und Aathal wurde ein Mann von Riedikon,der sich auf die Bahn gesetzt hatte, vom Bahnzuge überfahren und getödtet. — Juli. Der Gewerbs-verein des Bezirks Uster beschloß die Errichtung einer Sonntagsgewerbsschule und eine periodischeIndustrieausstellung. — August. Die Schulgemeinde Oberuster erhält an die Kosten ihres neu er-bauten Schulhauses einen Staatsbeitrag von 3000 Fr. — 25. August brannte in Niederuster einAbends 9 Uhr durch den Blitz entzündetes doppeltes Wohnhaus ab. — 1859, Februar. Der Ge-meindrath schreibt ein 4°/g Anleihen aus, in Obligationen theilbar durch 100 Fr., rückzahlbar imMai 186l. — In der Nacht vom 21. auf den 22. Februar starb in Uster Hr. Oberstlt. HeinrichKunz von Oetweil, der reichste Kantonsbürger und der größte Spinner auf dem Kontinent, allge-mein unter dem Namen »der Spinnerkönig« bekannt. Er soll über 30 Millionen hinterlassen haben.Seinen Erben verdankt man großartige Schenkungen (s. Art. Legate) an die meisten milden Stif-tungen und wissenschaftlichen Anstalten des Kantons und an die Arbeiter seiner zahlreichen Eta-blissements. — 1859 wurden die Einzugs- und Niederlassungsgebühren in das Civilgemeindgutder Civilgemeinde Wermatsweil ersteres auf 200 Fr., letzteres aus 1—9 Fr. 50 erhöht. — DieSchulgenossenschaft Freudweil, Schulkreis Uster , erhielt an die Kosten des neu erbauten Schul-hauses einen Staatsbeitrag von 2500 Fr. — 1860, Februar. Die Sennhüttengesellschaft in Nieder-Uster läßt ein neues Sennhüttengebäude herstellen. — Juni. Der Staatsbeitrag an die Auslagen