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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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grnösfig ist und aus drn Schulgemeinde« Weiach, Neerach und Riedt , welche zwei letztere auch Civilgemeinden find. DieCivil- und Schulgemeinde Riedt besteht einzig aus dem Dörfchen Riedt . Bezüglich auf die politische Gemeinde Neerachs. d. Art. Die politische Gemeinde Weiach umfaßt die Ortsnamen: im Brouchli, im Bochtel. im Bödmen, im Bühl , imEster, in Gaßäckcrn, in der Harnergaß, im Hof, im Homberg , Herzogengäßli. im Kellen, im Krieg hinten, bei der Linden,im Oberdorf, am Rhein , an der Stockigaß. an der Straße, im Winkel.

1851, 22. Juni. Bei dem Sängerfest des Bezirks Regensberg schenkte Herr Hirzel, Pfarrerzu Weiach, eine aus selbst gezogener Seide verfertigte Fahne. — 1855. Die Gemeinde Weiach gründete eine Leihkasse. — 1855, 2. September. Die Kirchgemeinde Weiach hat zu ihrem Seel-sorger den Hrn. Ludwig Schweizer von Zürich berufen. — 1860 schaffte die Gemeinde Weiach eineneue Saugspritze von trefflicher Konstruktion an.

Weiningen .

(Urkundlich Winingen 1130. Winingin 1255. Ort der Nachkommen des Mining v. Wini, Freund, Genosse. Andereleiten den Namen vom Weinbau her, der in dieser Gegend schon lange üblich war.)

Bezirk Zürich. Politische. Civil-, Schul- und Kirchgemeinde, diese mit Unterengstringen und einem Theil von Ober-engstringen. VI II Militärbezirk- 17. Notariatskreis Höngg, Weiningen und Rezensdorf (in Zürich ». Die Gemeinde theiltsich in die 3 politischen Gemeinden: Weiningen , Oetweil und GcroldSweil <s. d. Art.). Zu Weinigen gehören dieOrtsnamen: Weiningen, Bruderberg, Meierhof, in der Weid und in der Weerd. — Von Oberengstringen sind 6 Häusernach Weiningen kirchgenösfig, während alle übrigen zu Höngg gehören

1850. Am 11. Mai brannte in der Nacht ein großes Wohnhaus ab. — 1852, am 15. Aprilbrannten durch Unvorsichtigkeit veranlaßt im Heuberg zirka 3 Juchart schönes junges Holz ab. —1853, am 16. Februar brannte im Bruderhof bei Weiningcn ein einzeln stehendes, für 2150 fl.affekurirtes großes Wohnhaus ab. Die Fahrhabe war nicht versichert. — 1858, am 20. Juni fandin Weiningen ein gelungenes Gesangfest der gemischten Chöre des Limmatthales statt. — 1859.Bon der auf Anordnung der Regierung am 13. November eingesammelten Liebessteuer für die imSommer des Jahres durch das Wetter Geschädigten erhielt Weiningen die Summe von 6950 Fr.

— 1860, am 4. Oktober fand in Weiningen eine Ausstellung landwirthschaftlicher Produkte statt,die zahlreich besucht und als gelungen belobt wurde.

Weißlingen.

(Ehmals Mißlang, jetzt im Volksdialekt Wislingen, Wiziwanc 760, Wizzinwang 875; der Wang Abhang deS Wizing?>

Bezirk Pfäffikon. Kirch- und politische Gemeinde. V. Militärbezirk. I. Notariatskreis Kvburg. Besteht aus den 5 Civil-gemeinden: Weißlingen, Theiiingen, Neschweil, Landikon, Dettenriedl imit dem Hof Schwendi , und aus den 3 Schulze-gemeinden: Weißlingen, Theilingen. Neschweil-Dettenriedt. Der Hof Schwendi ist nach Nvken, Gemeinde Zell, schulgenössig.

— Zur Civil- und Schulgemeinde Weißlingen gehört nur das Dorf Weißlingen; die Civil- und Schulgemeinde Theilingenbesteht nur aus dem Dorfe Theiiingen; die Schulgemeinde Neschweil-Dettenriedt besteht aus den beiden CivilgemeindenNeschweil und Dettenriedl, ohne den Hof Schwendi .

1850. Weißlingen vollendete zwei Straßenstrecken im Dettenriedterwald von 950' Länge undim Dorfe selbst von 350' Länge. — 1853, Mai. An den im September 1852 erlittenen Wasser-schaden erhielt die Gemeinde Weißlingen einen Staatsbeitrag von 535 Fr. — Bon dem Legat dessel. Hrn. Hürlimann-Landis in Richtersweil erhielt Weißlingen 550 Fr, — 1855 vollendete Weiß-lingen die Straßenanlagen bei Theilingen und bei Neschweil. — 1858. Die Civilgemeinden Landikonund Neschweil erhalten die Bewilligung zur Bereinigung ihres Grundprotokolls. — 1859. DieGemeinde Weißlingen steuerte an den Bau der resormirten Kirche in Luzern 52 Fr.