690
eine Rückvergütung von 19200 Fr. a. W. und erlitt somit, ohne die Zinsen anzurechnen, einenVerlust von 60800 a. Fr. — April. In Winterthur starb in einem Alter von 77 Jahrender berühmte Graveur Johannes Aberli , der namentlich als Edelsteinschneider auch im Auslande inhohem Ruft stand. — Am 22. Juli beschloß die Bürgergemeinde von Winterthur , die aus derZeit des Aufenthaltes des Malers Widemann in Afrika herrührenden Skizzen um die Summe von1500 fl. aus dem Nachlaß des verstorbenen Künstlers anzukaufen. — Am 27. Juli begann eindreitägiges Freischießen in Winterthur , das von herrlichem Wetter begleitet durch zahlreichen Besuchbelebt war. — Am 30. November beschloß die Wittwen- und Waisengesellschaft der Stadt Winter-thur und Umgebung ihre Wirksamkeit auf den ganzen Bezirk auszudehnen. Damals zeigte die letzteRechnung einen Vermögensbestand von 25107 Fr. 76 R. n. W. Der Verein zählte 313 Mit-glieder und gab an 44 Wittwen eine Jahresrente von 32 fl. 22 ß. — Dezember. Der Taufsteinaus gebranntem Thon, den Herr Ziegler-Pellis an die Londoner Industrieausstellung gesandt hatte,wurde von Herrn Ralph Carr gekauft und der berühmten Kathedrale zu Lincoln zum Geschenkgemacht. — 1852, März. In Winterthur wurden für die Nationalsubscription zu Gunsten derSonderbundsschuld am ersten Tage von 29 Unterschriebenen 5000 Fr. gezeichnet. — Mai. Einfünfjähriges Kind stürzte aus dem vierten Stock eines Hauses auf die Straße, ohne Schaden zunehmen. — Am 11. Juni faßte die Stadtgemeinde den einstimmigen Beschluß, in die Vorschlägeder Regierung bezüglich Uebernahme der Verpflichtungen für Herstellung der erforderlichen Bezirks-lokalitäten einzugehen. Das Gebäude wird ohne den Bauplatz auf 30000 Fr. veranschlagt. — Am31. Juli wurde das neue Mädchenschulgebäude in Winterthur eingeweiht und am 1. August hieltendie Mädchen im Feiertazskleide, vom schönsten Wetter begünstigt, ihren festlichen Einzug in das-selbe. — Dezember. Die Liebessteuer für die im Sommer durch Hochzewitter geschädigten Gemeindenim Kanlon Zürich ertrug in der Stadt Winterthur 1840 Fr. — Die Stadtgemeinde Winterthur genehmigte mit 196 gegen 25 Stimmen die ihr von den Gemeindsbehörden angetragene Betheili-gung an der Ostbahn mit 700000 Fr. mittelst Aktienzeichnung und einem dahin zielenden Anleihen.— 1853. Am 9. Januar berief die Kirchgemeinde Winterthur mit 199 von'274 Stimmen denHerrn Pfarrer Schmid in Jllnau als Diakon an die Stadtkirche in Winterthur . — Am 29. Ja-nuar brach in der Neustadt Winterthur in einer Tischlerwerkstätte Feuer aus und verbreitete sichüber zwei benachbarte Häuser. Der Schaden wird auf 4400 Fr. geschätzt. Bei dem Brande zog sichein verdienstvoller Lehrer der Knabenschule eine Verkältung zu, an deren Folgen er wenige Tagedarauf starb. Eine zu Gunsten der hinterlassenen Wittwe und Kinder veranstaltete Subscriptionerreichte in kürzester Zeit die schöne Summe von Fr. 4000. — 1. September. Ausstellung derGemälde des geschickten Malers Weckesser in Winterthur. — Am gleichen Tage starb in Winter-thur Herr Studer zum Lindengarten, ein allgemein geachteter gemeinnütziger Bürger, der besonderszu Aufmunterung hiesiger Künstler durch namhafte Geschenke beitrug. — Am 17. Oktober bildete sichin Winterthur ein Schutzverein gegen Uebertheurung der Lebensmittcl. — 1854. Die im Aprilauf Veranlaßung der gemeinnützigen Gesellschaft zum Behuf der Anschaffung von Saatkartoffelnfür die ärmern Gemeinden im Kanton veranstaltete Liebessteuer ertrug nebst vielen Lebensmittelnin Baar 1367 Fr. 27 R. — Juni. Ein Konzert zu Gunsten der Abgebrannten von Kappel imToggenburg ertrug in Winterthur 800 Fr. und eine Privatsteuer 2300 Fr. — l854 wurde das