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eidgenössische Sängersest in Winterthur gefeiert. — Der Frauenverein in W. hat an 107Hanf- und Baumwollspinnerinnen, 25 Stickerinnen, 18 Nähterinnen und an 25 Weber, zusammenan 181 Personen 2247 Fr. 45 R. Arbeitslöhne verabreicht. Außerdem wurde auch sonst noch Hülfegespendet und namentlich auch arme Kinder, welche einen weiten Schulweg zu machen haben, mitwarmer Fußbekleidung bedacht. Der Verein zählte am Ende des Jahres 308 Mitglieder und besaßein Kapitalvermögen von Fr. 3329. 84 R. An Jahresbeiträgen der Mitglieder fielen 1286 Fr.82 R., an Geschenken und Legaten 515 Fr. Von den verarbeiteten Waaren wurden verkauft für3645 Fr. 47 R. - Dezember. In Winterthur stürzte sich eine brave Hausfrau in einem Anfallvon Schwermuth aus dem Giebelfenster ihrer Wohnung aus die Straße und fand den Tod. —1855. Im Januar beschloß die Hülssgesellschaft in Winterthur , dem Bettel mit allen Kräften ent-gegen zu wirken, dagegen die ärmer» Gemeinden nicht bloß des Bezirks, sondern auch außerhalbdesselben mit Lebensmitteln zu unterstützen. Zu diesem Ende hin eröffnete sie einen Kredit von2 bis 3 Tausend Franken und richtete eine warme Ansprache an die Bewohner von Winterthur um Geldbeiträge, welche so guten Anklang fand, daß in wenigen Tagen über 9000 Fr. gezeichnetwaren. Auch der Stadtrath setzte einen Kredit von 400—600 Fr. aus. — Aus dem bedeutendenVorschlage vom eidgenössischen Sängerseste in Winterthur wurden der dortigen Hülssgesellschaft700 Fr. für die Armen zugestellt. — Der Konsumverein in Winterthur löst sich auf. — Am18. April, Mittags 12 Uhr langte die erste Lokomotive von Romanshorn in Winterthur an; die-selbe wurde schon in Wiesendangen mit Ehrenbogen und Inschriften festlich begrüßt und im Bahn-hof Winterthur vom Ober-Ingenieur und Maschinenmeistern in Empfang genommen, worauf einglänzendes Mittagessen im Wilden Mann stattfand, während sämmtliche Eisenbahnarbeiter imBahnhof gastirt wurden. — Mai. Ein noch von dem sel. Hrn. Studer im Lindengarten bestelltes und derBürgerbibliothek zu Winterthur zum Geschenk gemachtes Gemälde von Weckesser, »Zwingli's Todin der Schlacht bei Kappel« wurde dem Publikum ausgestellt und fand allgemeine Anerkennung.— Die Gemeinderechnung von Winterthur für 1854 zeigte ein Vermögen von 6,596636 Fr. undeine Jahresausgabe von 382075 Fr., (nämlich für das Armenwesen 76616 Fr., für das Kirchen-wesen 28439 Fr., für das Schulwesen 64652 Fr, für das Gemeindewesen 212366 Fr.) und einenVorschlag von 15963 Fr. — 23. September. Das Konzert des Stadtsängervereins in Winterthur für die durch Erdbeben heimgesuchten Walliser ertrug 1100 Fr. — Am 8. Oktober wurde daslandwirthschaftliche Fest in Winterthur durch einen Festzug eröffnet, in welchem alles Detaillebcnder Landwirthschaft dargestellt wurde. Die musterhafte Anordnung des Ganzen verdankte man demMaler Pupikofer. Das Kadettenkorps bildete Spalier. Die Fruchthalle war von 152 Ausstellernbeschickt worden; auch waren die landwirthschaftlichen Vereine von Bern, Schaffhausen , ThurgauSt. Gallen ehrenvoll repräsentirt und es wurden über 7000 Eintrittskarten gelöst. Die Preisver-theilung wurde mit Musik und einer Rede des Festpräsidenten, Hrn. Erziehungsrath Rüegg eröffnet.Der Stadtrath von Winterthur trug an die Kosten des Festes 1200 Fr. bei und stellte eine schöneZahl Flaschen Ehrenwein zur Verfügung, welche die Festfreuden bedeutend erhöhten. — DenHerren Nieter u. Komp. in Winterthur wurde von der würtembergischen Regierung für eine Vor-richtung zur Pressung der Spuhlen an der Spindelbank bei Verspinnung aller Faserstoffe ein Er-findungspatent auf 4 Jahre ertheilt. — 1856. Im Januar erhielt die Waisenpflege in Winterthur
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