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werden, weil es an Waare fehlte. — Die Wittwen- und Waisenkasse in Winterthur muß sich wegenunrichtig berechneter Grundlage auflösen. Während sie zu Anfang der dreißiger Jahre an jedeWittwe 129 Fr. ausbezahlte, kann sie jetzt nur noch 35 Fr. abreichen. — Am 1. Oktober führtendie Winterthurer und St. Galler Kadetten in der Nähe von Winterthur ein sehr gelungenes Feld-manoeuvre aus. — Herr Heinrich Forrer von Winterthur legirte der Hülfsgesellschaft daselbst 1000 Fr.,dem evangelischen Stadtarmengut Frauenfeld 1000 Fr., der Anstalt Bergrain im Kt. Thurgau200 Fr., der Stipendienkommission in Winterthur 200 Fr., der bürgerlichen Wittwen- und Waisen-stistung daselbst 200 Fr., dem Frauen-Verein 200 Fr. und dem Verein für arme Wöchnerinnen200 Fr. — 17. Okt. fand unter angemessener Feierlichkeit die Enthüllung der Statuen statt, welchedas neue Knabenschulgebäude in Winterthur zieren. Außer den oben angeführten Standbildern desNaturforschers Konrad Geßner, des Aesthetikers Joh. Georg Sulzer, des Reformators Ulrich Zwingli und des Pädagogen Heinrich Pestalozzi sind zwei allegorische Bilder: Kunst unv Wissenschaft (vonLeeb in München ) aufgestellt. — Nov. Das bisherige Bahnhosgebäude wurde abgebrochen und vomStadtrathe Zürich angekauft und daselbst in der Nähe des neuen Kornhauses als Wirthschafts-gebäude wieder aufgerichtet. — Die Domänen-Verwaltung des Kantons läßt am Güterbahnhos inWinterthur ein Korn-, Kauf- und Salzhaus errichten.
(Der Name Vuibichinga kommt schon 88t urkundlich vor, dann Buibichinge 946, Wibechingen 1230, Wibkingin 1247,Wibkingen 1271; soll bedeuten bei den Nachkommen deS Wibicho.)
Bezirk Zürich . Kirch-, politische, Civil- und Schuigemeinde (zu dieser gehört auch der Hardthurm, Gemeinde Außer-fiht). VIII. Militärbezirk. 23. NotariatskreiS IV Wachten (in Zürich). Wipkingen umfaßt die Ortsnamen: im Berg. Breite,im Dorf im Hard, Guggach, Letten, Nürnberg , Röthel <z. Theil), Rosengarten, oberer und unterer Weiher, obere unduntere Weid.
1850, September berief die Gemeinde als Pfarrverweser den Herrn Vikar Pfister mit 65gegen 5 Stimmen. — 1851, am 1. September ertrank in der Aare bei Thun beim Schlagen einerSchiffbrücke der Pontonnier-Wachtmeister Martin Fritschi von Wipkingen , ein rüstiger, junger, erstkürzlich verheiratheter Mann. Demselben wurde am 5. Oktober auf dem Kirchhof in Wipkingen unter angemessener Feierlichkeit von seinen Kameraden ein Denkmal gesetzt. — Am 6. Okt. Nach-mittags zwischen 1 und 2 Uhr brannte in Abwesenheit des Eigcnthümers die für 15300 fl. asse-kurirte Schießerische Kattundruckerei ab. — 1852. Die Gemeinde vollendete ihren Antheil an derneuen Thalstraße gegen Höngg. — 1853, am 24. Juli weihte dem Andenken des zu früh verstor-benen Hrn. Pfarrer Pfister die Gemeinde und ihr zeitweiliger Seelsorger Herr Pfancr Staub eineeinfache aber erhebende kirchliche Feier. — Sept. Eine Explosion in dem Eisenbahntunnel bei Wip-kingen tödtete einen Arbeiter und verletzte vier andere zum Theil gefährlich. — Am 20. Oktoberberief die Kirchgemeinde Wipkingen den Hrn. Hiestand von Richtersweil, Pfarrer in Otelfingen , zuihrem Seelsorger. — 1854. In demselben Eisenbahntunnel fand man 13G tief unter der Erdober-fläche einen versteinerten Mammutskiefer mit zwei 2^ Fuß langen Stoßzähnen. — Am 19. Februartrafen bei den Tunnelarbeiten im Röthel die beiden Tunnelabtheilungen unter der Leitung der Bau-führer Mips und Hetzler zu großem Jubel der Arbeiter auf den Zoll zusammen. — Im Juli fandenbei den bedeutenden Erdbewegungen, welche bei Erstellung des Tunnels und des Eisenbahndammesder Nordostbahn erforderlich waren, mehrere Unglücksfälle statt, namentlich bei den auf den Roll-