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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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1257; Thuregum 1277; Zürich 820; Zurilic 963; in ciurichcove 1040; Zurech 1125; curli» regln Zürich 873 u. s, f.

_ Nach ENmüller ist Duricum abzuleiten von dur fließendes Wasser und acum Wohnort, Ansiedelung — also --

Wasserstadt.)

Bezirk Zürich. Die politische Gemeinde Zürich war bis 1853 in die 13 Zünfte: Constaffel , Schmieden, Weggen,Waag, Gerwe, Schuhmachern, Schiffleuten, Safran, Zimmerleuten, Meise, Widder, Schneidern und Kämbel abgetheilt.Sie umfaßt die 4 Kirchgemeinden: Großmünster, Fraumünster , St. Peter und Predigern. Von diesen find die St. Pctecs-gemeinde mit den AuSgemeinden Enge, Wiedikon und Außersihl und die Predigergemeinde mit den Ausgemeinden Ober-straß , Unterstraß und Fluntern im Sinne der tztz 168 und 233 des Kirchengesetzes kirchlich verbunden. — In der StadtZürich besteht neben den einzelnen Kirchenpflegen für die Behandlung gemeinsamer kirchlicher Angelegenheiten eine Ge-sammlkirchcnpflege. über deren Organisation und Kompetenzen der tz 172 des Kirchengesetzes das Nähere bestimmt. —Das Waisenhaus hat einen eigenen Pfarrer; ebenso die städtische Pfrundanstait in St. Leonhard und die französische Ge-meinde. Die katbolische Gemeinde hat einen vom Staat besoldeten Pfarrei; die Seelsorge am Spital besorgt ein eigenerPfarrer, ebenso diejenige an der Strafanstalt, welche beide vom Staate besoldet werden. Für den englischen Gottesdienstin der St. Annakapelle sorgt ein von den in Zürich und Umgebung wohnenden Engländern besoldeter englischer Geist-licher. — Die gesammtc Bürgerschaft der Stadt bildet hinsichtlich der Benutzung der Gemeindegüter nur Eine Civil-gemeinde. Die Stadt Zürich bildet ferner eine Schulgcmeinde. sie zählt 3 Elementarklassen mit 6 Parallelen fürKnaben und 3 Klassen für Mädchen mit 5 Parallelen; 3 Nealklaffen für Knaben mit eben so viel Parallelen; 3 Klassenfür Mädchen mit 3 Parallelen; 4 Sekundarklaffen für Mädchen. — Ebenso bildet die Stadt Zürich einen eigenen, den33 Notariat »kreis: Stadt Zürich . — Nach dem Gesetz über die Militärorganisation v. 31. März 1852 gehört dieStadt Zürich zum I. Militärbezirk.

1850, Januar. Der Regierungsrath entschied den schon seit längerer Zeit schwebenden wich-tigen Prozeß zwischen der Stadt Zürich und der Gemeinde Horgen betreffend Besteuerung ihrerim Banne der letztem Gemeinde liegenden Waldungen dahin, daß die Stadt Zürich den in Horgen gelegenen Theil des Sihlwaldes für solche Gemeindelasten versteuern muß, an welche die auf Grund-eigenthum Niedergelassenen beitragspflichtig sind. — Februar. In der Fabrik von Escher, Wyß undComp. werden für die österreichische Regierung Kanonenboote und ein Kriegsdampfschiff verfertigt,die auf dem Langensee kreuzen sollen. — April. An das neue Salz-Administrationsgebäude amHafen hat die Stadt 32000 Fr. a. W. bezahlt. — Die Bürgergemeinde der Stadt beschließt, essolle der Bau des neuen Mädchenschulgebäudes an die Großmünsterkirche angefügt werden, entgegeneinem Antrag, wodurch die Freistellung der letztem durch Abtragung des Chorherrngebäudes ver-langt wurde. — Juli. Der am 7. Mai 1850 verstorbene Professor Friedrich Dubois von Montpereuxin Neuenburg hatte in seine Testamente seinen wissenschaftlichen Nachlaß Fossilien, lebende Mollusken,Antiquitäten, Basen u. s. f., sowie seine kostbare Bibliothek über Naturgeschichte, Reisewerke, Klassikerüber Alterthumskunde, Karten u. s. f. den wissenschaftlichen Gesellschaften Zürichs legirt, in derHoffnung, daß Zürich einst eine eidgenössische Universität beherbergen werde. Die Herren vr. FerdinandKeller und Pros. Arnold Escher von der Linth , Freunde des Verstorbenen, wurden von ihm alsTestamentsvollstrecker ernannt und bereits hat der letztere und Herr Bibliothekar Hörner diesenSchatz in Neuenburg in 13 Kisten in Empfang genommen und nach Zürich abgehen lassen. —Vom 14. bis 20. Juli wurde im Sihlhölzli bei Zürich ein Kantonal-Ehr - und Freischießen imBetrag von 19859 Fr. a. W. abgehalten. — Juli. Ein Gauner hatte in Verbindung mit einemAnschicksmann unter Vorweisung falscher Bestellungen hin in mehrern Goldschmiedsladen für mehrals 1000 fl. an Pretiosen zu erlisten gewußt. Die Polizei kam aber den Betrügern, einem ge-wesenen Müller Honegger von Wald und Oberholzer von St. Gallen-Kappel auf die Spur undes gelang ihr, dieselben in Rappersweil zu verhaften. — August. Der Regierungsrath hat die auf

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