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des Innern der Kirchen weicht nicht wesentlich von der früheren Art ab; nur tritt jetzt dasBlau, stets in Begleitung von Gold, häufiger auf. In den Glasfenstern macht sich die gemalteArchitektur stärker bemerkbar, wie dies beispielsweise in den Fenstern der Kathedrale von Beauvais der Fall ist. Der Grund der Grisaillen wird jetzt nicht mehr durch Schraffierung, sonderndurch einen Bisterton hergestellt. Das neu erfundene Silbergelb macht, in Verbindung mitden Grisaillen, eine fade Wirkung. Die Emaillen von Limoges unterscheiden sich von denfrüheren durch Anwendung des roten Glasflusses für den Grund. Es kommt auch bereits derReliefschmelz als durchscheinender Überzug von Reliefs in vertieften Feldern vor. Am Aus-gange der französischen Spätgotik
zeigt sich eine Mischung mit denFormen der italienischen Re-naissance. Der Chor der KircheSt. Elienne du Mont zu Paris erhält als neue Gliederung einedie großen Spitzbogenarkaden etwain halber Höhe durchschneidendeGalerie. In ähnlicher Weise er-scheinen jetzt die schwebend zwischenden Vierungspseilern aufgehängtenLettner , wie der in der Magda-lenenkirche zu Trotzes. In derzweiten Hälfte des 15. Jahrhun-derts wird das Mnleremail vonLimoges erfunden; es wird nunmit Schmelzfarben auf Schmelz-grund wirklich gezeichnet und ge-malt. Der Formschnitt in Holzund Metall kommt in Frankreich im letzten Drittel des 15. Jahr-hunderts auf und steht zunächstunter deutschem Einflüsse. DerKupferstich, von Deutschland undItalien eingeführt, wird erst imletzten Jahrzehnt des 15. Jahr-hunderts in Frankreich heimisch.
Der gotische ProfanbauFrankreichs entwickelt bereits eineAnzahl wichtiger Typen in ver-schiedenen Gebäudeklassen. DerStil hatte sich allein an den Kir-chen ausgebildet und wurde erstam Ende des 12. Jahrhundertsauf die übrigen Bauwerke über-tragen. Die erhaltenen Klösterdes nördlichen Frankreich gehörenmeist in die gotische Epoche undsind an die Stelle älterer roma-nischer Bauten getreten; im Südenwerden eine Anzahl der altenKreuzgänge überwölbt. Als Ver-treter des gotischen Stiles im süd-lichen Frankreich müssen die Cistercienser gelten; ihre ersten Klöster lagen allerdings inBurgund . Von der alten Abtei von Clairvaux sind nur spärliche Reste geblieben; erhaltensind die im Übergangsstil erbauten Klöster von Fontfroide bei Narbonne und von Laon .Die zu Anfang des 13. Jahrhunderts entstandenen Predigerorden der Dominikaner undFranziskaner errichteten ihre Klöster meist in den Städten und hatten deshalb wenigerBequemlichkeit für die Ausbreitung ihrer Bauten. Die Abtei von Mont St. Michel , ander Meeresküste gelegen, bildet zugleich eine Festung; die aus Granit ausgeführten Bautenlagern sich terrassenförmig übereinander. Die größte Veränderung der Kreuzgänge wirddurch das Verglasen der Arkadenöffnnngen hervorgerufen. Es füllt sich nun die ganzeÖffnung mit Maßwerk, obgleich anfangs nur die oberen Teile mit Glas geschlossen wurden.
Das Buch der Erfind, 1. 26
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Joch des Krruxsangrs an der Kathedrale von Klonen.(Erbaut 1200—1280.) Nach Viollet le Tue.