Band 
Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
Seite
203
JPEG-Download
 

203

Spätgotische Bauwerke in Frankreich .

werke desselben, welche vom Anfange an Wohnräume enthalten zn haben scheinen, er-hielten Holzdecken und waren mit einem Wehrgange, der hinter den Zinnen herlief, bekrönt.Die ältesten Wachttürmchen waren von Holz, ähnlich wie die Pechnasen in Deutschland ,indes sind keine dieser Art erhalten. Die durch die Kreuzzüge bekannt gewordenen Zer-störungsmaschinen forderten eine widerstandsfähigere Grundrißform der Türme, die manin einer Vierblattform fand und in der Sicherung durch eine vorgeschobene Schildmaucr.Der Donjon von La Roche-Guyon ist rund mit schnabelförmiger Spitze, der zn Provins

MMWi

135 . Hotrl. des Jarqurs Coeur zn Kourgrs (Mitte des 15 . Jahrh.).Nach Demmin.

sst achtseitig, die kleinen Seiten hatten vorgelegte Rnndtürmchen. Das eigentliche Feudal-aus einer Gruppe von Bauten bestehend, bildet sich erst am Ende des 12. Jahr-hunderts heraus; der Donjon wird nun in der Regel nicht mehr für Wohnungszwecke inZuspruch genommen, und die bisher im Hvlzban hergestellten Einzelgebäude, das Herren-haus, welches den großen Saal enthält, die Kapelle u. a. verbinden sich nun mit densieftungswerken. An diesen werden die hölzernen Wehrgänge mit Senkscharten durch die>u Stein ausgeführten Machicoulis ersetzt. Das Schloß von Coucy bietet zuerst eine über-We Gesamtanordnnng. Die Basse-Cour, in der große Säle und eine Kapelle lagen, wurdeUrch den Donjon des Hauptschlosses beherrscht und von diesem durch einen Graben ge-^unt, über den eine Zugbrücke führte. Der Donjon enthielt die Säle der Garden, die

26 *