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Spätgotische Bauwerke in Frankreich .
dieser Art ist das Hotel des Jacques Coeur zu Bourges , welches einen Teil derStadtbefestigung in sich aufgenommen hat. Der Eingang von der Straße in den Hof istdurch eine Einfahrt und eine Fußgängerpforte gebildet, und über dem Eingänge liegt dieKapelle. Der Hof war an zwei Seiten mit Hallen eingefaßt. Eine große Treppe führteim Erdgeschoß des Hauptgebäudes in den Speisesaal, der mit einer Tribüne für Musikerund einem kolossalen Kamin versehen ist. Im Obergeschoß führte die Treppe zu einemgroßen Saal mit erhöhter Estrade, welcher mit den Wohnräumen und zugleich durch eineGalerie mit der Kapelle in Verbindung stand. Dem Wunsche nach erhöhter Bequemlich-keit trugen die zahlreichen Degagements Rechnung.
Das bürgerliche Wohnhaus in den Städten ist in dieser Periode keinen be-deutenden Veränderungen unterworfen. Der Unterstock ist in der Regel aus Stein, derOberstock aus Holz und vor-gekragt, das Dach in Ziegelnspringt weit vor, und der Putzder Fachwerke ist lebhaft gefärbt.
Die Haupträume liegen nach derStraße, von dieser tritt man un-mittelbar in den Hauptranm, dieDiele, welche zugleich als Wohn-und Eßraum dient; hinter derDiele liegt die Küche, und derOberstock enthält die Schlafräume.
Liegt im Erdgeschoß ein Laden,so rückt der Saal in den Ober-stock und dient zugleich als Schlaf-raum der Familie. Die Kücheliegt dann weiter ab am Hofeund ist durch eine Galerie mitdem Vorderhand verbunden. EinHans in Dreux zeigt die erwähnteAnlage eines Erdgeschosses inStein, sowie eines vorgekragtenObergeschosses und eines Dach-geschosses in Fachwerk. Die Brü-stungen des Dachgeschosses warenwit Holztafeln geschlossen. Im13. Jahrhundert wurde der Holz-bau leichter ausgeführt. Ein Bei-spiel dieser einfachen Art gibt einFachwerkshaus in Chateaudun .
Ein andres Haus daselbst hat nureinen in Fachwerk ausgeführtenGiebel. In Laval und Annonay gab es eine Anzahl von Holzhäusern mit einem Erd-geschoß von Stein, vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammend. Überhaupt herrschteuu 14 . und 15. Jahrhundert der Holzbau in den Städten vor, und fast immer kehrte sichber Giebel nach der Straße. Die umfänglicheren Stadthäuser 'lösten sich in einzelnePavillons auf, von denen jeder ein eignes Dach erhielt und ein Oorps-äs-Iochs vonZ>vei Räumen in der Tiefe einschloß. An diesen Bauten erscheint bis zum Ende des12. Jahrhunderts kaum einmal ein Spitzbogen, und der Gebrauch des geraden Sturzesfür die Öffnungen bleibt bis zum 15. Jahrhundert bestehen. Falls im Erdgeschoß desHauses ein Laden angelegt war, so öffnete sich dieser durch einen Bogen in ganzerfreite nach der Straße und war mit einer Brüstungsmauer versehen, die an einer SeiteEine Passage offen ließ. Die Ladenöffnung war durch zweiteilige Holzklappen geschlossen;ber untere Teil diente herabgeschlagen als Tisch, der obere Teil als Schutzdach, und die
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IS7. Ladrnhans in pot in Ler Krrtagnc (ib. Jahrh.).Nach Viollet le Dur.
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