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Baukunst: Epoche der Früh- und Hochrenaissance.
Namen: der sinnlich liebliche Fra Filippo Lippi , Sandra Boticelli, der die mythologischen Stoffein die Profanmalerei einführt, der im Beiwerk prächtige Benozzo Gozzoli und Mantegna , derdie lebensvollste Charakteristik mit der Einführung der Perspektive verbindet. Am Ende derPeriode stehen Ghirlandajo, Lorenzo di Credi und als hervorragender Meister der gedankentieseSignorelli. Perugino ist der Lehrer und Vorläufer Rasfaels, und Pinturicchio gibt bereits selbstden Übergang zu den Malern der Hochrenaissance. Allen genannten großen Meistern begegnenwir zugleich in der dekorativen Malerei wieder. Diese will noch nicht die Architektur undSkulptur nachahmen und hält meist die Einsarbigkeit, grau in grau, braun in braun u. s. w.mit einzelnen aufgesetzten Goldverzierungen fest. Erst am Ende des lö. Jahrhunderts erscheinenreichere Farben, Gold auf Blau mit andersfarbigen Einzelheiten an den gewölbten Decken.Bisweilen wird die Ornamentik Plastisch in Stuck ausgeführt. Der Inhalt der Malereien, selbstin den Kirchen, nimmt oft das antik Mythologische in naiver Weise auf. Das Stichkappen-gewölbe mit Spiegel in der Libreria des Domes zu Siena, von Pinturicchio herrührend, gibtein reiches Beispiel farbiger Bemalung. Perugino hatte bereits in Rom die antiken Wand-malereien studiert und ahmte diese mit Glück nach. Die Glasmalerei tritt jetzt ganz in denHintergrund, dagegen bemächtigt sich die Renaissance der alten Glasmvsaiktechnik und bringt inS. Marco zu Venedig eine Anzahl vorzüglicher Werke zu stände.
Die italienische Hochrenais-sance, etwa von 1500 ab, bedeutetfür die Baukunst eine Wendung zumEinfachen, gleichzeitig eine Steigerungzum Großartigen, bewirkt durch denengeren Anschluß an den Baukanonder Antike in den Verhältnissen undGliederungen, welche aus den Lehrendes Bitruv geschöpft werden. Für dieDekoration wird die Aufdeckung derTitusthermen in Rom von größterBedeutung und hat die Schöpfung desRaffaelischen Arabeskenstiles zur Folge.Die Fortschritte der großen Malereisind jedoch die bedeutendsten; die Mal-werke der Hochrenaissance übertreffendas Muster der Antike und erobernder Renaissancekunst die ganze Welt.Die Skulptur erreicht nicht ganz die-selbe Höhe, sie leidet am meisten durchdie allzuhäufige Anwendung mytho-logischer und gelehrter Motive. Schondie als Beiwerk allzuoft gebrauchten Putti oder Kinderengel sind rein der sinnlichenSchönheit wegen da und haben keinen gedanklichen Inhalt; man weiß auch nicht recht,ob es Amoretten oder Engel sein sollen.
Die Hochrenaissance geht vorzugsweise von Rom aus und beginnt mit BramantesÜbersiedelung dorthin. Der Tempietto von S. Pietro in Montorio, ein Kuppelbau mitTambour, umgeben von einem dorischen Säulenumgang, in klassischen Formen errichtet,kann als das erste Bauwerk der Hochrenaissance gelten. Das wichtigste Werk Bramantesist der Neubau der St. Petersbasilika in Rom . Der endgültige Entwurf Bramantes zuderselben zeigte ein griechisches Kreuz mit Flachkuppel über der Vierung; zugleich wollteBramante seinen Zentralbau mit einem weiten Hallenhof umgeben und hätte damit einender großartigsten Baugedanken der gesamten Renaissance zur Verwirklichung gebracht,aber die Ausführung ist nicht erfolgt. In den Organismus seines Entwurfes für St. Peterführte Bramante die rhythmische Travc'e von seiner Erfindung ein, welche durch das Ver-hältnis breiterer Arkaden zu gruppierten freistehenden Pilastern oder Wandpilastern, dieeine Nische einschließen, gebildet wird. Die vielfache Anwendung der Nischen am Äußernund Innern der Bauten kann als eine bewußte Wiederaufnahme der antik-römischenWandgliedernng betrachtet werden; dieselbe tritt schon an S. Pietro in Montorio, nochdeutlicher jedoch am inneren Pfeilerbau von St. Peter zu Tage. Im Gewölbebau sind
wo. Bramantes Man der Mterskirchr in Nam (isos).