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Baukunst: Die Spätrenaissance.
römischen Gebirge, mit Wasserwerken ausgestattet. — In seinem Teatro olimpico zuVicenza gibt Palladio einen ersten Versuch, das moderne Theatergebäude in An-lehnung an das antike zu gestalten. Die amphitheatralische Anordnung der Sitzreihenist beibehalten, über diesen erhebt sich ein Sänlengang, der in den Ecken Logen hinter sichhat. Die Bühne zeigt eine feste Szenenwand, hinter der sich perspektivische Straßen öffnen.
Die Skulptur der Spätrenaissance wird ganz von Michelangelo und seinen Schülernbeherrscht. Die Hnnptabsicht Michelangelos geht anf eine Jdeenbildnerei, wie sie weder die Antikenoch das Mitlelalter kannte, zugleich auf die Darstellung der Bewegungsmotive im idealenSinne, oft in absichtlicher Überschreitung der natürlichen Verhältnisse. Aus die Werke Michel-angelos kann hier im einzelnen nicht eingegangen werden. Nur in Absicht auf die Baukunstwäre zu erwähnen, daß Michelangelo durch Werke, wie seine Sarkophagfiguren in der Capella
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175 . Saal im pogrnpalast ;« Ncnidig.
Nach einer Photographischen Naturaufnahme.
Medici , dekorative Vorbilder von weitgehendster Wirkung geschaffen hat. Ein vorzüglichesDekorationstalent entfaltet der Flamänder Giov. da Bologna in seinen großen Brunnenwerken,dem auf dem großen Platze zu Bologna und dem zweiten auf der Insel der Boboli-Gärten zuFlorenz . Seine Reiterstatuen im Zeitkostüm, die Cosimos I. auf der Piazza dell' Grauducaund die Ferdinands I. auf der Piazza dell' Annunziata zu Florenz , sind lebendiger als diefrüheren Reiterstatuen aufgefaßt. In der dekorativen Skulptur treten die Putti in den Hinter-grund, dafür kommen die nur noch schwach an mythologische Motive erinnernden, mit einemhumoristischen Zuge ausgestatteten Masken, Fratzen und Ungeheuer in Aufnahme, in denen maneinen frischen Einfluß nordisch-phantastischen Wesens erkennen kann. Zugleich tritt eine neueRahmform auf, die Kartusche, welche sich allmählich zu einer eignen plastischen Existenz entwickelt.Die Stuckdekoration wird zu einem selbständigen Kunstzweige. Michelangelo gibt ein großartigesBeispiel der Stuckierung in der Kassettierung der Gewölbe in St. Peter. In den Holzarbeitenzeigt sich die vermehrte Anwendung des Figürlichen und der Kartusche auf Kosten des Blatt-und Rankenwerkes.
In den Malwerken Michelangelos äußert sich derselbe aus daS Großartige und Tiefsinnigegerichtete Geist, wie in seinen Skulpturen. Die gewaltigen Malereien an der Gewölbedecke der