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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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260 Baukunst: Die Spätrenaissance.

von Niederländern her. Das Gesamtmonumeut sächsischer Fürsten im Chor des Domes ist vonItalienern gearbeitet. Die deutschen Meister, wie Benedikt Wurzelbauer in Nürnberg in seinemTugendbrunnen bei der S. Lorenzkirche, schließen sich dem Stile der Italiener an. In demselbenSinne sind die Augsburger Brunnen gehalten: der Augustusbrunnen vom Niederländer HubertGerhard, der Herkulesbrunnen von Adrian de Vries , der Merkursbrunnen von demselben. DieBronzefiguren an der Fassade der Neuen Residenz in München rühren von Hans Krumper her.Das großartige Denkmal für Kaiser Ludwig in der Frauenkirche zu München ist ein gemein-schaftliches Werk Peter de Witts und Hans Krumpers.

Unter den rein dekorativen Einzelarbeiten nehmen die Kamine eine hervorragende Stelleein; noch bemerkenswerter sind die Holzarbeiten, wie die Täfelung der Kriegsstube in Lübeck und daS Freddenhagensche Zimmer daselbst u. a. Von Decken ist die des goldenen Saales imRathause zu Augsburg hervorragend. Intarsien und Holzpolychromie kommen in den Täfelungen

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isr. Aas FrrdLenliagrnsche Aimmrr im Hanse der Kanflrntckompagnic zu Lübeck .Nach einer Phokographischen Naturaufnahme.

und besonders an einigen schönen Kanzeln vor. Die Tafelmalerei der Epoche bleibt in ihrenLeistungen gegen die der übrigen Kunstzweige etwas zurück. Die dekorative Malerei ist besondersin Norddeutschland dürftig vertreten, besser in Süddeutschland. Die Burg Trausnitz bei Landshut enthält im oberen Geschosse reiche Wand- und Deckenmalereien, erstere auf Leinwand ausgeführt;als Maler werden Schwarz und Boxberger genannt, beide aber, ebenso de Witt, sind Schülerder späten Venezianer. Im Innern der Neuen Residenz in München nimmt die dekorativeMalerei einen bevorzugten Platz ein. Die Gewölbe des Grottenhoses sind mit Grotesken,selbst mit perspektivisch gemalter Architektur ausgestattet, das Antiqnarium zeigt Wandfresken inGroteskenmanier, an den Gewölben des Schwarzen Saales zeigen sich wieder perspektivischgemalte Hallen. Der Stuck ist in der Neuen Residenz vielfach verwendet; so an den Treppen-gewölben, in deren Ornamentik sich das Überwiegen der Rahmteile zeigt. Besonders reich istdie Kaisertreppe dekoriert, auf den Podesten enthält die Hauptwand jedesmal eine Nische mitdem überlebensgroßen Standbild eines Fürsten. Die Fassadenmalerei wird durch den VenezianerLuccinio, vornehmlich in Augsburg, ausgeübt. Seine Nachfolger sind Matthias Kager und HansFreiberger in reichen figürlichen Kompositionen.