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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Barockbauten in Italien und Frankreich .

Palazzo Sciarra di Carbogiiano mit einfacher Fassade, Palazzo Rospigliosi mit bemerkens-werter Gruppierung der Baumassen, Palazzv Lanzelotti u. a. gehören zu den römischen Pa-lästen dieser Perivde. In Parma, Modena und andern Orten Oberitaliens beginnt bereitsdie Rückkehr zum Klassizismus des Palladio. Die genuesischen Palastb anten, von RoccoLurago und Bartolomeo Bianca errichtet, weichen wenig von der Alessischen Weise ab.In Rom und seiner Umgebung entstehen noch eine Anzahl Villen von Bedeutung: dieVilla Aldobrandini bei Frascati, das Belvedere genannt, in massiger, aber nüchternerBildung der Architekturfvrmen, zugleich aber mit großartigen Wasserwerken, dann dieVilla Borghese bei Rom , welche eine sehr dekorativ gehaltene Gartenfassade zeigt. DieWasserleitungen in Rom geben Veranlassung zur Errichtung triumphbogenartiger Fassaden,welche mit Brunuenanlagengeschmückt wurden; so die AquaFelice auf der Piazza de Ter-mini mit drei Arkaden ionischerOrdnung, darüber eine hoheMika, die Fontana Paolinaam Monte Gianicolo von nochgroßartigerer plastischer Wir-kung als die vorige.

In der Skulptur fehlenin dieser Periode Meister vonBedeutung. Die dekorativeSkulptur zeigt sich einigemalglücklich an den Fontänen.

Dagegen ist die Malerei inhervorragender Weise durch dieSchule von Bologna vertreten,durch die Carracci s und ihreSchüler. Diese fassen in ihrengroßen Gewölbemalereien dasvon Michelangelo und vonCorreggio Errungene zusam-men. Das Hauptwerk derCarracis ist die Galerie desPalazzo Farnese in Rom ,welche, mindestens in der Ab-stufung ihrerGewölbemalereiennach Inhalt und Farbe, an dieDecke der Capella sistina er-innert. In Bologna haben dieCarraccis verschiedene Male-reien geliefert, im PalazzoMagnani und Palazzo Fava daselbst, dann in Parma imPalazzo del Giardino. Inseinen kirchlichen Kuppel- undGewölbemalereien folgt Lodo-vico Carracci ganz der Glorien-malerei des Correggio. Domenichino, einer der besten Schüler der Carracci , malt verschiedenes inRom nnd Neapel. Guido Reni , ebenfalls Carraccischüler, hat in seinem Fresko der Auroraam Plafond des Kasino des Palazzo Rospigliosi in Rom wieder eines jener mythologisch-allegorischen Bilder geschaffen, welche nie veralten. Von den zahlreichen Tafelbildern der Schulekann hier weiter keine Rede seilt. In Caravaggio tritt bereits der erste wirkliche Naturalist inder Malerei auf. Die Stuckdekoration behauptet einen hervorragenden Platz, in strengen Formen,wie in der Vorhalle von St. Peter, oder mit Verwendung der reichen Kartusche in inniger Ver-bindung mit dem Figürlichen.

Das französische Barock dieser Periode wird gewöhnlich mit Stil Henri IV. undStil Louis XIII. bezeichnet und eilt dem italienischen Barock in der Ausbildung gewissermalerischer Einzelformen voraus; so treten die in den Schenkeln durchschnittenen oder aufeinem nicht durchgehenden Hauptgesims aufsitzenden Giebel in Frankreich früher auf alsin Italien. Unter Heinrich IV. und seiner Gemahlin Maria de Medicis bleibt der

Das Buch der Erfind. I. 34

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tö6. Die Trmfkirpeltr Ludwigs XIII. in FontaincdteanlAnfang des 17. Jahrh.).

Fassade nach dem Ovalen Hof zu. — Nach Pfnorr.