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Bauwerke des Rokoko in Frankreich .
Decke und Wand unmerklicher, jedoch bleibt noch die symmetrische Entwickelung des Orna-ments Die zweite Stufe des Rokoko, der Stil Lonis XV., welcher die Symmetrie imOrnament aufgibt, die Kartusche durch die Muschel ersetzt und den Akanthus nur nochals langgezogenes schilsartigcs Blatt verwendet, wird dnrch Meissonnier in Paris ein-geführt. Sein nicht ausgeführter Plan der Hauptfassadc von St. Snlpicc geht im Ge-brauch geschwungener Banmaffen weit über alle» Ähnliche in Italien hinaus. Die Innen-dekorationen Meissonniers sind in Stichen erhalten; sie zeigen alles in schwingenderBewegung und im Ornament einen krausen Naturalismus. Boffrand Yt indes derHauptarchitekt des ausgebildeten Rvkvkostils geworden. In seinem Hotel de Montmorencyzu Paris tritt die scharfe Trennung der Außen- und Innenarchitektur hervor, welche dasspätere Rokoko durchweg auszeichnet. Die Hoffassade zeigt klassizistische Gliederung in
197. N-ndoir der Oöliisi» Mari- giitoiiicitc ;n F-ntamrkirm,.Nach einer Photographie.
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der Art des deutschen Zopfstils, während das Innere die ^
zuweisen hat. Die von Delamaire erbauten Hotels de Soubise und de Rohan hat Boffrand
im Innern ausgestattet.
Der neu 'aufgekommene Klassizismus Italiens macht sich in Frankreich ebenfallsbemerkbar, fast gleichzeitig mit der Boffrandschen Richtung. Gabriel, der Vater, wirdschon ganz klassizistisch nüchtern am Hause Varengeville zu Paris , an der Börse und derDonane zu Bordeaux . Der Italiener Servandoni führte den ersten Schlag gegen dasübertriebene Schnörkelwesen mit seinem Modell für die Fassade von St. Snlpicc, beiwelcher die strengen, geraden Linien nicht einmal eine Verkröpfung zur Unterscheidung derEckbauten zulassen. Gabriel der Jüngere lieferte die beiden Gebäude, welche die jetzigePlace de la Concorde abschließen, in einer abgeschwächten Nachahmung der LouvrefassadePerraults. Die Säulen der durch zwei Geschosse gehenden Hallen stehen über einemErdgeschoß mit gequaderten Rundbogenarkaden. Gabriel hat auch das Schloßtheater zu