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Bauwerke der italienischen Renaissance in Frankreich .
kränzen, antikisierenden Greifen und Sphinxfiguren. John Soane erbaute das Gebäudeder Bank von England in London in Anlehnung an die römischen Thermen. Die langeHauptfront der Bank zeigt eine durchgehende korinthische Ordnung, welche mit einer hohenAttika und Balustrade abschließt. Robert Smirke ist der Urheber einer gräzisierendenRenaissance und erbaute in dieser Art das Coventgarden-Theater, die älteren Teile desBritisch-Museums und das Postgebäude St. Martins-le-Grand in London . Im neu-gotischen Stile wird Fonthill-Abbey von Bekford und James Wyatt errichtet.
Die neugriechische Skulptur vertritt Flaxmann, er formt seine Reliefs nach denMustern der griechischen Vasenbilder. Die englischen Maler sind zunächst Naturalistenund schließen sich erst später, dem Zuge der Romantik folgend, an die vorraffaelischenMeister Italiens an.
XVII. Wiederaufnahme der italienischen Renaissance und der romantischenStilarten auf historischer Grundlage.
Um die Mitte der zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts fing man an, die griechisch-klassischen Formen in modern-nationalem Sinne zu verarbeiten. Aus diesem Bestrebenerwuchs eine hellenistische Renaissance, die mehr oder weniger rein ausfiel, aberimmer nur bei wenigen Meistern zur völligen Ausbildung kam. Die griechische Architekturbot zu wenig Mittel zur Ausbildung der modernen Gebäudetypen und bedurfte deshalbder Ergänzung, die man in der italienischen Hochrenaissance fand. Im Lager derRomantiker dagegen war an die Stelle einer unklaren Gefühlsrichtung ein ernstes Stu-dium getreten, das sich zunächst praktisch in der Wiederherstellung und Fortführungder zahlreichen unvollendet gebliebenen kirchlichen Denkmäler der gotischen Epoche be-thätigte.
Auch das kaiserliche Frankreich hatte den größten Teil der zu seiner Zeit begonnenenBauwerke unvollendet zurückgelassen; die Schüler von Percier und Fontaine wurden des-halb zunächst mehr mit der Fertigstellung des Angefangenen als mit Neuschöpfnngenbeschäftigt. Die Privathäuser Leclercs, eines älteren Schülers Perciers, sind dann nochsehr klassisch gehalten, oder in einer mäßigen Renaissance mit einer übereinander gestelltenFensterarchitektur. Godde hat zur Zeit der Restauration mehrere Kirchen in Paris ge-baut, sämtlich klassizierend und nicht von sonderlicher Bedeutung. Von Rougevin rührtdas TheLtre du Gymnase her, von de Joly der Prachtvoll ausgestattete Sitzungssaalim Palais du Corps legislatif. Der Saal ist halbkreisförmig, mit zwanzig ionischenMarmorsäulen umgeben und durch Oberlicht erhellt, die Wände sind mit rötlichemPyrenäenmarmor getäfelt; der Fußboden besteht aus bläulichem Marmor. Lebas versuchteim Kirchenbau die Verbindung der antiken Form mit den Erfordernissen des christlichenKultus durch Wiederaufnahme der altchristlichen Basilika herbeizuführen, machte aber anNotre Dame de Lorette noch das Zugeständnis einer korinthischen Säulenhalle mit Giebelan der Westfront. Bellanger und Brunel erbauten die eiserne Kuppel der Mehlhalle inParis in der damals neuen Eisenkonstruktion. An diesem Baue war Hittorff alsAssistent thätig. Von demselben ist die von LepLre begonnene Kirche St. Vincent de Paul vollendet, wieder in altchristlicher Basilikenform mit griechisch-ionischer Vorhalle und Giebel,zur Seite mit zwei viereckigen stumpf abschließenden Türmen. Das fünfschiffige Innereerinnert durch den offenen Dachstuhl und die Einzelheiten an die normannisch-maurischenBauten Siziliens . Hieran schloß sich der Bau des Panoramas in den Champs Elisees,des Cirque Napoleon an den Boulevards und des Olympischen Zirkus. Bemerkenswertwegen seiner kühnen Eisenkonstruktionen ist der von Hittorff erbaute Nordbahnhof in Paris .Die Wiederaufnahme der italienischen Renaissance wurde durch Letaroullys Werk „Edificesde Rome moderne" mächtig gefördert. Duban schloß sich in seinem Hauptbau, der Ecoledes Beaux-Arts, dieser Stilrichtuug an. Die Überdeckung des Hofes in diesem Gebäudedurch eine Eisenkonstruktion ist nachträglich eingestellt und verbindet sich kaum mit derSteinkonstruktion; im einzelnen ist jedoch die selbständige und unverhüllte Gestaltung der