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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Geschichtlicher Überblick. ZgZ

Träger derselben gingen zunächst nicht aus dem Volke selbst, sondern aus den Kloster-gemeinschaften hervor, deren oft ebenso baufreudige wie banverständige Leiter stolzdarauf waren, nach Vollendung der eignen Betstätten und Wohnanlagen eine Schar derIhrigen hinaussenden zu können, damit sie auch anderwärts weit und breit im Lande Kirchenerrichteten. Allmählich lockerte sich dann der Zusammenhang mit dem Mutterhause, unddie Bauleute sonderten sich zu selbständigen Verbänden, sogenannten Bauhütten, ab, habenaber während des ganzen Mittelalters die Grundprinzipien und die Technik ihrer Kunst-weisen als wohl gehütetes Geheimnis streng unter sich gewahrt. Erst mit dem Erwachender Renaissance verallgemeinerten sich diese Kenntnisse und wurden von den baugewerblichenZünften aufgenommen, die im Leben jeder einzelnen Stadt eine immer bedeutsamereStellung errangen. Alle technischen Künste nahmen hierauf schnell einen erneuten wichtigenAufschwung, und der reichere Schmuck, der früher auf Kirchen und Klöster beschränkt ge-blieben war, wurde nicht weniger sinnvoll auch in profaner Art ausgebildet, wie Fürsten-

2S6. Schweizer Sohlerchmrs.

schlösser und Bürgerhäuser aus der Reformationszeit noch heute in der mannigfaltigstenWeise bezeugen können.

Es soll hier nicht auf Einzelheiten eingegangen werden, die im ganzen doch nurWiederholungen aus unserm Hauptabschnitt über die Architektur in sich schließen würden.Wer diesen aber mit Aufmerksamkeit verfolgt hat, wird leicht erkennen, in welcher Art auchdie neuere Zeit wieder Kunst und Technik Hand in Hand führt. Ohne die zunehmendentechnischen Fähigkeiten aller Baugewerke wäre es ganz unmöglich gewesen, mit solchemErfolg aus der Renaissance das lebhaftere Barock und endlich das Zeitalter des Rokokound Empire mit ihren fortgesetzt steigenden Ansprüchen an die Leichtigkeit des Aufbauesund an die Eleganz des Zierwerkes zu entwickeln und auf solche Art Bauweisen zu schaffen,deren Werke von allen Beteiligten eine außerordentliche Geschicklichkeit und Kunstfertigkeiterforderten.

Während schon damals die Ansprüche an die Materialien in künstlerischer Beziehungaufs höchste gesteigert wurden, ist es aber der jüngsten Gegenwart vorbehalten geblieben,die Tragfähigkeit der einzelnen Baukonstruktionen aus Grund wissenschaftlicher Berechnungenund Praktischer Versuche so zuverlässig zu bestimmen, daß eine wirklich rationelle Ausnutzung

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