Die Dächer und ihre Eindeckung.
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sogenannte Knotensystem herausgebildet, bei welchem mittels zahlreicher Zangen lautereinzelne kleine Dreiecksverbände geschaffen werden und gleichzeitig oft ästhetisch interessanteLösungen entstehen.
Während es sich bei diesen Dächern aber bisher stets um die Verwendung von Balken-holz handelte, zeigt Abb. 322 anderseits auch noch Konstruktionen, die unter Vermeidungvon Balken lediglich aus zusammengebolzten Brettern hergestellt sind. Diese Ausführnngs-weise wurde von dem Baumeister Philibert Delorme (f 1570), von dem auch schon inunserm ersten Abschnitte S. 257 u. 258 die Rede war, versucht und eignet sich ganz speziellfür Bauten, die vorüber-gehenden Zwecken dienen.
Im Jahre 1815 trat derfranzösische Ingenieur Emymit dem weiteren neuen Ge-danken hervor, die Bohlenstatt nebeneinander plattübereinander zu verbolzenund erwies an großartigenAusführungen, wie weit undleicht sich diese freitragendenBogen spannen lassen. DasBiegen der Bretter aufSchablonen ist aber dochumständlich, und erst injüngster Zeit hat man dieseKonstruktion von neuem auf-genommen und zwar in Ver-bindung mit der früheren,so daß der zuerst gefertigteDelormesche Bogen nachEmys System mit einemOber- und Untergurt ver-sehen und dadurch gegenseitlichen Schab sehr kräftigausgesteift wird. Abb. 322zeigt diese Anordnung aneinem wiederum von fran-zösischen Ingenieuren erbau-ten Dache.
Nicht immer aber istes erwünscht, einen weitenRaum mit einem einzigengroßen Dache zu überdecken,und speziell für große Fabrik-betriebe, welche gleichzeitigihr Licht durch die teilweise verglasten Flächen des Daches erhalten sollen, hat sich daherdie Form des sogenannten Sägen- oder Sheddaches entwickelt, dessen eine nach Nordengewandte steilere Fläche für die Lichtgebung benutzt wird, wogegen die andre feste Eindeckungerhält. Für diese Dachart gibt unsre Abb. 321 ein Beispiel. Die Konstruktion an und für sichbietet keine nennenswerten Besonderheiten, und es kommt vor allein nur darauf an, dieRinnen so breit zu machen, daß sie jederzeit gut begangen und gereinigt werden können,und die Fenster dicht schließend und leicht lüftbar einzurichten. Die Dachflächen selbst müssengewöhnlich des Wärmeschutzes wegen mit einer zweckmäßigen inneren Decke versehen sein.
Welche Konstruktionsweise man aber auch wählen mag, so wird es stets schwierigbleiben, ein freitragendes hölzernes Dach über größeren Spannweiten als höchstens 20 in
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