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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Fußböden.

Masse auszustampfen und gleichfalls mit Asphalt abzudichten, und da mangels einesgeeigneten Hohlraumes das durchsickernde Scheuerwasser schwer verdunsten kann, so wirddiese Konstruktion einerseits teuer und bleibt anderseits immer unvollkommen.

Schwinden nach Verlauf einiger Zeit die Dielen eines Fußbodens bei ihrem Ein-trocknen so sehr, daß störende Fugen entstehen, so muß die Nagelung später durchgehestund das Zusammentreiben noch einmal von neuem vorgenommen werden. Da dieseArbeit sich nicht bewerkstelligen läßt, ohne daß vorher die Wandsockelleisten losgenommensind, und da die gegen die Thüröffnungen und Öfen verschnittenen Dielen hiernach nichtmehr Passen, so ist dieselbe mit großen Umständen verknüpft, und es sind viele Versuchegemacht, ihrer Notwendigkeit vorzubeugen, indem man die Dielen gar nicht nagelte, sondernan den Kanten verleimte oder mit Hakenfalzen ineinandergreifen ließ, wonach die beimSchwinden entstehende Fuge nur unterhalb der Fußleisten auftreten sollte. Abgesehenaber von der durch schwere Mobilien hervorgebrachten Ungleichmäßigkeit des Zusammen-ziehens der Bretter sind alle derartigen Konstruktionen mit Übelständen behaftet gewesen,die sie für die allgemeine Baupraxis ungeeignet machen mußten.

367 . KsrLorfschc Nrrbindungshaften.

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Die erste in dieser Beziehung praktisch bewährte Konstruktion ist Otto Hetzer inWeimar patentiert und von demselben als deutscher Fußboden bezeichnet worden. Fürdiesen werden die Dielen, wie Abb. 361 zeigt, in schmale und kurze Stücke, sogenannteRiemen, getrennt und mittels beiderseitiger Hirnholzfalze zwischen stärkere Lagerdielengeschoben. Diese Lager können entweder auf Balken oder, wie in der Abbildung, aufeiner Asphaltschicht ruhen, und da alle Bretter verhältnismäßig sehr kurz sind, läßt sichein Nachtreiben der Böden jederzeit leicht bewerkstelligen. Zugleich bieten dieselben dieMöglichkeit der Verwendung von Buchenholz, das der erforderlichen Imprägnierungchegen nicht in ungeteilten Dielen gebraucht werden kann, in der vorliegenden Form abereinen vorzüglichen Fußboden bildet, mit dem besonders in Räumen von starkem Verkehrjehr gute Erfahrungen gemacht sind.

Bei der zunehmenden Verwendung von Eisen für die Deckenbalken bietet es einigeSchwierigkeit, einen Dielenfußboden ohne nochmalige Einfügung von hölzernen Lagern zubefestigen. Nach vielerlei Versuchen haben sich hierfür jetzt die sogenannten BordorfschenRerbindungshaften als zweckmäßig erwiesen, die unsre Fig. 367 zeigt. Dieselbengreifen mit einer Seite unter den Flansch der Träger und fassen mit dem andern Endestets gleichzeitig zwei Bretter, wodurch vielfach auch die Spundung entbehrlich wird unddie Möglichkeit, den Fußboden später zusammenzutreiben, gewahrt bleibt.