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Die Fenster und Thüren.
alte Parkthore zeugen in dieser Beziehung von der Kunst unsrer Vater. Erst seit dieSchmiedekunst in den letztverflossenen 25 Jahren von neuem einen bedeutsamen Auf-schwung genommen hat, eröffnete sich ihr auch das große Gebiet der eleganten Hans- undThorwegthüren, die entweder dem Luftzug geöffnet sein sollen oder durch Verbindungvon Schmiedewerk mit ornamentiertem Glase abgeschlossen werden können und dann demArchitekten Gelegenheit bieten, noch ein weiteres, äußerst dankbares Dekorationsmotiv ein-zuführen. Namen wie Ed. Puls in Berlin , der die großartigen Thorabschlüsse des kaiser-lichen Schlosses ausgeführt hat, und Gebr. Armbrüster in Frankfurt , deren Arbeiten denRuhm der deutschen Schmiedekunst auf der Weltausstellung in Chicago von 1893 vorallen Nationen darthun konnten, dürfen an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben; vonersterem geben wir unsern Lesern in Abb. 409 ein hervorragend schönes Beispiel. Guß-eiserne Thüren sind in Deutschland nur während kurzer Zeit und gewissermaßen nurversuchsweise hergestellt worden, in andern Ländern, z. B. in England, aber noch jetzt
410 — 41 «. Thürürsthlüge von Fron; Kpcnglcr in Berlin .
Augatzbänder verschiedener Konslrultion, Dauerpendcl und doppelte Sptralscderbändcr sür durchschlagende Thüren sowie
verschiedene Thürdrücker und -Griffe.
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vielfach üblich, und die Thüren des British Museum in London dürfen in ihren unge-heuren Abmessungen gewiß als seltene Kunstwerke der Eisengußtechnik bezeichnet werden.Thüren aus Bronze endlich sind in unserm ersten Abschnitt bei der Schilderung derDome von Hildesheim, Florenz u. a. O. als deren kostbarste Schmuckstücke mehrfach ge-nannt und neuerdings auch für die 12 Pforten des Kölner Domes unter Mitwirkung derbedeutendsten Künstler unsres Vaterlandes in herrlicher Art zur Ausführung gebracht.
Die Beschläge der Thüren bestehen vornehmlich in den Hängen, Schlössern undDrückern oder Thürgriffen. Für erstere bedient man sich bei Thüren gewöhnlich derAufsatzbänder, die Abb. 410 im Gegensatz zu den Fischbändern zeigt, welch letztere sürFenster gebraucht werden, da deren überfälzte Rahmen nicht mit Aufsatzbändern angeschlagenwerden können. Um ein Schmieren der Drehzapfen ohne Ausheben der Thüren zuermöglichen, gibt es Bänder, die, wie Abb. 412 zeigt, mit losnehmbaren Knöpfen versehensind. Für den Verschluß bedient man sich in der Regel der Nußschlösser, die sich sowohlfür gewöhnliche Schlüssel wie für Sicherheitsschlüssel einrichten lassen und, abgesehen vondem hierfür erforderlichen Mechanismus, in ihrem oberen Teil eine besondere Feder sür dasÖffnen und Schließen des Drückers enthalten. Letzterer selbst besteht aus der Drücker-