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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Abortanlagen.

liegt, so darf bestimmt vermutet werden, daß der Abort bei seiner ursprünglichen An-ordnung stets "in ein selbständiges Nebengebäude verwiesen gewesen ist. Bei steigenderKultur wünschte man ihn aber den Wohn- und Schlafzimmern näher zu bringen, wofürsich indessen keineswegs sogleich eine gute Lösung darbot. So sehen wir den Abort z. B. indem reich ausgestatteten Hause des Pansa in Pompeji , dessen Grundriß Abb. 88 unsresersten Abschnittes zeigt, noch unmittelbar neben der Küche und ebenso wie den Manltierstaknur durch letztere zugängig gemacht. Auch bis weit über das Mittclalter hinaus thut sichnoch nirgend eine besondere Feinfühligkeit in der Anlage von Aborten kund. Bei Bauern-häusern befinden sie sich hinter den Ställen neben der Dunggrube, und auch in den Städtenwaren sie gewöhnlich nur auf dem Wege über den freien Hof erreichbar. Erst in neuesterZeit ist der Wunsch wieder allgemeiner geworden, die Aborte in zweckmäßiger Weise indie Wohnungen einzubauen. Läßt es sich erreichen, so liegen sie am besten nach Norden.Unter allen Umständen ist danach zu trachten, daß der Abort ein hinreichendes, znmÖffnen eingerichtetes Fenster erhält, wie dies ja auch gegenwärtig von den meisten Bau-gesetzen schon ohne weiteres znr Vorschrift gemacht wird.

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422. Transportwagen einer Abortanlage mit Grnbrnsystem.

L Maschine mit Säugpumpe, L Verbindungsschlauch. 6 Tankwagen zur Aufnahme des Grubcninhalts,v Zuleilungsschlauch von der Grube.

Für die Einrichtung kommen hauptsächlich drei Arten in Betracht: die Tonnen-abfuhr, die Grnbenanlage und die vollständige unterirdische Kanalisation des Wohn-distrikts. Nur wo es sich um eine Einrichtung für wenige ländlich gelegene Häuserhandelt, genügt die Einstellung eines offenen eimerartigen Gefäßes, das in regel-mäßigen Zeitabschnitten ausgewechselt wird. Eine wesentliche Verbesserung ist es, wenndies, statt vom Raume aus, durch eine unterhalb angebrachte Luke direkt von außenbewerkstelligt werden kann. Immerhin tritt der Geruch aus solchem unverschlossenenGefäß, sobald der Deckel des Sitzes aufgehoben wird, in den Abortraum. Hiergegen istein gewisser Schutz zu erreichen, indem man die Oberfläche desselben mit etwas Torf-mull oder Gartenerde bestreut. Zn diesem Zweck läßt sich ein kastenartiger Klappdeckelnutzbar machen, dem bei jedem Niederlegen etwas Streustoff entfällt, sofern man nichtdie komplizierteren Einrichtungen von Torf-, Erd- oder Aschenklosetts zur Ausführungbringen will. Diese letzteren bilden zwar an sich beachtenswerte Anordnungen, könnenaber selbst für kleine Städte der Beschaffung und Beseitigung der durch das Strenverfahrenungeheuer vermehrten Abfuhr wegen nicht in Betracht kommen.

Für enger bebaute Distrikte und städtische Anlagen, wo die Aborte in mehrerenGeschossen übereinander liegen sollen, mußten daher andre Anordnungen ersonnen werden,und man gelangte zn dem Tonnensystem. Bei diesem liegt zu ebener Erde ein