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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Technik des Bauwesens.

geräumiger begehbarer Raum, der die Gefäße aufnimmt, die mittels Rohrleitungen mitden oberhalb gelegenen einzelnen Aborten verbunden sind. Am besten würde jeder der-selben sein besonderes Rohr erhalten, welches dann völlig senkrecht geführt werden könnte.In der Regel wird man indessen ein Hauptrohr mit Einmündungen annehmen, die sichdann aber unter einem Winkel von nicht mehr als etwa 30" anschließen sollen. Ambewährtesten sind für diesen Zweck glasierte Thonrohre, bei denen nur mit Sorgfalt daraufgeachtet werden muß, daß sie rissefrei sind. Die Tonnen werden Praktischerweise fürden ganzen Gemeindebezirk übereinstimmend gewählt und in doppelter Anzahl angeschafft,so daß sie immer ausgewechselt werden können und die Verschraubungen gleichzeitig füralle Rohrstutzen passen. Ihre Größe begrenzt sich mit etwa 100 1 Inhalt, da sie sonstnicht mehr von zwei Arbeitern transportierbar sind. Zur Entlüftung wird das Abfall-rohr bis über Dach verlängert, und zur Abhaltung des Dunstes von den Abtritts-räumen pflegt man bei den Einmündungen und am unteren Ende selbstschließende Klappenund Siphons einzufügen. Die Einzeleinrichtungen müssen durch den jedesmaligen Orts-gebranch geregelt werden. Am bekanntesten ist das sogenannte Heidelberger Tonnensystemgeworden, von dem unsre Abb. 421 ein schematisches Bild gibt. Man sieht, daß, wennder Tonnenraum nicht zu ebener Erde liegen kann, besondere Windevorkehrnngen getroffenwerden müssen. Auch der Transport der Tonnen bildet einen wichtigen Gegenstand, fürden entweder durch Trageinrichtungen oder Wagen gute Vorsorge getroffen werden muß.

423 — 425 . Wasserklosetts verschiedener Einrichtung.

Vielfach ist die Meinung verbreitet, daß sich eine wesentliche Herabmindernng des Geruchesund eine namhafte Vereinfachung des Betriebes erreichen läßt, indem man die festenFäkalstoffe abscheidet und die flüssigen in besonderen Rohrleitungen fortführt. NeuereBeobachtungen haben aber ergeben, daß hierdurch hygieinisch ein nur geringer, landwirt-schaftlich gar kein Vorteil gewonnen wird.

Denkt man sich die Tonne zu einem gemauerten unterirdischen Hohlraum erweitert,so ergibt sich das Grub ensy stein. Die Wandungen und Böden solcher Gruben müssenmindestens Istz Stein stark in Zement gemauert sein, damit keinerlei schädliche Durch-sickerungen in das benachbarte Terrain stattfinden können. Der obere Verschluß derGrube muß einen doppelten Deckel erhalten und wird zweckmäßig noch 30—40 cnn hochmit Erde bedeckt. Separationseinrichtungen lassen sich auch für Gruben leicht treffen,bieten indessen ebenfalls finanziell keine namhaften Vorteile, da immerhin außerdem auchnoch eine Ableitung für Hauswässer bestehen muß. Für den Betrieb ist es das wichtigsteMoment, welche Einrichtungen für Entleerung der Gruben und welche Verwendungszweckefür ihren Inhalt ortsüblich sind. Das Ausschöpfen mittels kleiner Handgefäße oder dasAuspumpen in tragbare Tonnen ist belästigend und gesundheitsschädlich für alle Anwohner.Empfehlenswert ist nur die Einrichtung pneumatischer Pumpwagen, die, wie Abb. 422zeigt, mittels luftdicht geschlossener Röhrenleitungen mit der Grube verbunden werden undderen Entleerung binnen kurzer Zeit und völlig geruchlos ermöglichen. Eine sehr beachtens-werte Neuerung auf diesem Gebiete bilden die Patentsauger von Hermann Wagnerin Berlin , bei denen man ein kleines Quantum Vacuuline durch einen Zerstäuber in denleeren Bassinraum des Transportwagens treibt. Dieser Stoff verbindet sich mit derdarin enthaltenen Luft, wonach der ganze Inhalt mittels einer Spiritusflamme zum