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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Abortanlagen.

Explodieren gebracht wird und durch ein Notventil entweicht. Infolge der nunmehr vor-handenen Luftleere nimmt der Sauger den Inhalt einer Grube von 2 obm in drei bisvier Minuten auf. Weil bei diesem Apparat eine besondere Pumpmaschine also nicht mehrerforderlich ist, so dürfte sich derselbe bei einem Preise von 2560 Mark gewiß bald be-zahlt machen.

Bestehen innerhalb einer Gemeinde solche Einrichtungen wie die zuletzt erwähntenund können die Bewohner über Hochreservoire, die sich durch Windmotoren odersonstige Kraftmaschinen füllen, oder über eine Druckwasserleitnng verfügen, so fällt dieNotwendigkeit, die Grube senkrecht unterden Aborten anzulegen, fort, und es istmöglich, durch Verwendung von Wasser-klosetts Vorteile zu erzielen, gegen diealle früheren Systeme nur als Notbehelf er-scheinen. Da hierbei die Abfallrohre innenstets gespült werden, so bedürfen sie nur einesDurchmessers von 8—Hain, werden zweck-mäßig aus Blei hergestellt und mündenerst unterhalb des Kellerfußbodens in eineThonrohrleitung, die nach der etwa bis andie Grundstücksgrenze vorgeschobenen Grubeführt. Die Art der Einrichtung der Wasser-klosetts erfolgte früher durch Verbindungeiner Porzellanschale mit einem Wasserschlußund Stinktopf aus Blei, wobei sich indesstets unterhalb des Sitzbrettes, ebenso wiebei den Aborten des Tonnen- und Grnben-systems, ein im allgemeinen unzugänglicherRaum bildet, der zu Schmutzansammlungenund Brutstätten für Ungeziefer Gelegenheitbietet. Sehr viel besser sind daher die jetztgebräuchlichen freistehenden Klosetts,

Abb. 426, bei denen der Wasserschluß mitdem Porzellangefäße zusammenhängt undalle Teile viel leichter dauernd rein ge-halten werden können. Unsre Abb. 423—425zeigen von den vielen im Handel befindlichenderartigen Klosetts drei besonders typischeSchalen, deren jede in ihrer Weise empfeh-lenswert ist und sich vorwiegend nur in derSpüleinrichtung unterscheidet, die dem jedes-maligen vorhandenen Wasserdruck entsprechendgewählt werden muß.

Die hiernach für die Anlage von Wasser-klosetts gegebenen Bedingungen bleiben die-selben, wenn bei weiterem Ausbau der örtlichen Anlagen an Stelle der Gruben eineallgemeine Kanalisation tritt, durch welche die einzelnen Grundbesitzer dann gänzlichvon der immerhin lästigen Einrichtung und Beaufsichtigung der Gruben enthoben werdenund für die Spülung auch unbeschadet ein reichlicheres Wasseryuantum verbrauchtwerden kann. Erst durch die Kanalisation bietet sich für die Gemeinde auch eine Lösungder andern schon oben angedeuteten schwierigen Frage der zweckmäßigen Abführung derHaus- und Schmutzwässer. In welcher Weise sich unsre größeren Städte mit diesemwichtigen Faktor des Gemeinlebens abgefunden haben und wohin die Kanalisation ihreAbwässer leitet, werden wir in dem Abschnitt über die diesbezüglichen Einrichtungenmoderner Städte sehen.

Das Buch der Erfind. I.

426. Freistehendes Masterklosett mit Spülkasten.

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