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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Technik des Bauwesens.

gesichert wissen möchte, so ist es gewiß immer besser, von einer Malerei mit dem Pinselüberhaupt Abstand zu nehmen und sich der musivischen Arbeit, d. h. dem Mosaik zu-zuwenden. Hierbei wird das Gemälde durch Zusammensetzung kleiner Körperchen ausverschiedenfarbigen Glas- und Marmorstücken gebildet, die bis zur Zerstörung des ganzenWerkes niemals ihre Farbe, ihre Frische und ihren Lustre verlieren können. Diese, wie

erwähnt, schon im Altertum geübte Kunstist neuerdings durch Antonio Salviati inVenedig von neuem zu bedeutsamer künst-lerischer Höhe gebracht und unter andermz. B. an der Siegessäule in Berlin ingrößerem Maßstab zur Anwendung ge-kommen. Unsre Abb. 442 zeigt eine Mosaik-füllung der Kirche in Mettlach , die von derauch auf diesem Gebiete mit vorzüglichenEinrichtungen ausgestatteten Fabrik vonVilleroy L Boch daselbst hergestellt ist.Die Umrisse der Bilder werden auf einenKarton übertragen und auf diesen die Stifteumgekehrt aufgeklebt. Danach bedeckt mandie Rückseite mit einem haltbaren Mörtel-guß, trennt die Fläche in einzelne handlichePlatten und erhält nach Umwendung undLoslösung des Kartons das fertige Bild,das danach an seinen Bestimmungsort ge-bracht, zusammengefügt und angesetzt wird.

So erwünscht nun Farbenanstrich undWandgemälde für große Festsäle sein mögen,so wird damit unserm Geschmacke für denSchmuck von Wvhngemächern schwerlichgenügt, denn für diese lieben wir eineBekleidung mit gemusterten Stoffen, dieeinen, guten Hintergrund für Mobilienund Bilder ergeben und einen behaglichenwarmen Eindruck sichern. Als ein Momentvon nicht zu unterschätzender Bedeutungfällt es ferner ins Gewicht, daß sich diehier verwendeten Dekorationen des unver-meidlichen öfteren Umziehens wegen ge-legentlich mit mäßigen Kosten erneuernlassen müssen.

Ursprünglich dienten, wie schon inunsrer Einleitung erwähnt wurde, zur Be-kleidung der Wände Teppiche, wie solchebereits den Babyloniern, Indern undÄgyptern bekannt gewesen sind. GegenEnde des Mittelalters gewann die Fabri-kation von Wandteppichen speziell in Frank-reich durch die von Gilles Gobelin er-fundene Hautelisse-Weberei erneuten Aufschwung. Sie wird auch gegenwärtig noch betrieben,kann aber der sehr beträchtlichen Kosten wegen nur bei der Dekoration von Schlössern inBetracht kommen. In bürgerlichen Wohnungen wurden die Wände, wenn man sie nichtmit Holztäfelung oder glasierten Platten bedeckte, einfach getüncht oder mittels einer leichtenSchablonenmalerei belebt. Schon seit dem 15. Jahrhundert lassen sich indessen Belegedafür nachweisen, daß man solche Malerei statt unmittelbar auf die Wand auf Papierbogen

44S. Kanddrucktapcte für Kalo»» u. f. w. in Urionr-,Arokat- oder farbiger Ausführungvon C. Hoch st ätt er L Söhne, Tapetenfabrik in Darmstadt .