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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Wasserversorgung der Städte.

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Unterschied zwischen dem tiefsten Wasserstand und der Pumpenstellnng, 6 in nicht über-schreiten darf, wenn die Pumpe leistungsfähig sein soll. Bei bedeutenderem Bedarf, oderwenn man den Brunnen als Reservoir benutzen will, wird solcher in großer Lichtweitemit undurchlässigem Mantel, unten offen hergestellt. Größeren einheitlichen Wasser-versorgungen dient oft eine ganze Reihe umfangreicher Brunnen. Der größeren Weiteentspricht selbstverständlich die Wandstärke, welche von 18 oin, bei 1 in lichtem Durch-messer, bis 88 oin bei 9 in Durchmesser geht. Um die Standfestigkeit zu erhöhen,werden oft Verankerungen der unteren Steinschichten mit dem Brunnenkranz angeordnet.Man hat auch Brunnen aus Beton, mit sehr geringen Wandstärken bei starker Widerstands-fähigkeit gegen Stöße, nach dem Monierschen Patent aus Zementmörtel mit Eisen-einlage hergestellt, welchenach dem Erlöschen desverteuernden Patenteswahrscheinlich vielfachVerwendung finden wer-den. — Brunnen vongrößerer Weite werdensehr rasch und sicher mit-tels Preßluft abgesenkt.

Da der Mensch in einerLust von 2—3 Atmo-sphären Überdruck nochohne Gesundheitsschädi-gung arbeiten kann, einsolcher Überdruck abereiner Wassersäule von20—30 in Höhe dasGleichgewicht hält, sokann auch bis zu solcherTiefe das Wasser auseinem mit dichtem Mantelversehenen Brunnen weg-gepreßt werden. EinBrunnen der BaselerWasserwerke, der pneu-matisch fundiert wurde,hat an der Sohle eineLichtweite von 5 in. Erverjüngt sich im Innernals 4 in hoher Kegel-stumpf bis auf 1,s inWeite und ist von da abcylindrisch. Die wasser-

berührte Innenfläche ist im oberen cylindrischen Teil aus Gußeisen, im unteren kegel-förmigen Teil aus Schmiedeeisen hergestellt. Außen hat der Brunnen einen eisernenSchuh von 2 in Höhe, und von da ab einen hölzernen Mantel. Der Raum zwischendem Mantel und der inneren Bekleidung ist auf 4 in Höhe mit Beton, darüber mit Kiesausgefüllt.

Zum Aufsuchen von Wasser und zum Beobachten der Grundwasserströmungen, wiees als Vorarbeit für größere.Wasserentnahmen unerläßlich ist, sowie znr. augenblicklichenBenutzung bei schnellem aber nicht sehr großem Bedarf haben sich die abessinischenBrunnen bewährt, so genannt, weil sie zuerst 1867—1868 in dem abessinischen Feld-zuge der Engländer mit nachhaltigem Erfolg zur Verwendung kamen. Sie waren aber inDeutschland bereits früher, 1815 von Nippe und 1831 von Malm ausgeführt worden.

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HM-S.

MG

4gi. Pumpbrirmicii.

492. KKMnirr-brumiln.

Aus Lueger, „DieWasserversorgungder Städte".