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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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500 Gemeinnützige bauliche Einrichtungen der modernen Städte.

Die Anlage eines solchen Raminbrnnnens geschieht in folgender Weise. Ein eisernes Rohrvon 25—60 inin lichter Weite am Ende wird mit einer Stahlspitze oder einem Schrauben-gewinde ausgestattet. Im ersteren Fall wird es in den Boden eingerammt, im letztereneingeschraubt. Über der Spitze ist das Rohr mit Löchern oder Schlitzen versehen, durchwelche das Grnndwasser eindringt. Bei seinsandigem Untergründe muß man dieseÖffnungen durch ein Tressengewebe schützen. Ein Kugelventil im unteren Teil des Rohresverhindert das Zurücksinken der Wassersäule, welche man mittels einer Pumpe bis auf9 m Höhe heben kann.

Auf größere Tiefen, bei größerer Weite des Rohres, beim Vorhandensein vonFelsen, Gestein, oder mächtigeren Thonlagen über der wasserführenden Schicht ist das

49S. Dorrichtung zum Bohre» oon Brunnenin Kies- und Sandboden.

Aus Lueger, „Die Wasserversorgung der Slädle".

4S4. Darstellung des Bohrens mit steifemGestänge.

Aus Lueger, „Die Wasserversorgung der SÜidic".

Eintreiben von Brunnenröhren mittels Rammen oder Schrauben nicht mehr möglich.In derartigen Fällen muß ein metallenes Rohr unter Anwendung von Bohrung oderWasserspülung abgesenkt werden. Zum Versenken eines solchen Rohrbrnnnens in Kiesbedient man sich einer Seilbohrvorrichtung. An zwei Stützen eines Dreifußes wird eineSeilrolle befestigt, an welcher innerhalb des zu versenkenden Rohres der Löffel oderVentilbohrer hängt. Es ist dies ein kurzes Röhrende mit einem Ventil, welches beimAuffallen des Löffels auf dem Boden sich öffnet und Sand und Kies durchläßt. BeimWiederaufziehen des Löffels schließt sich das Ventil, öffnet sich beim Wiederaufstoßenwieder, bis der Löffel gefüllt ist und heraufgewunden und entleert werden kann. Sobildet sich unter dem Brunnenrohr eine Höhlung, in welche dieses mit Handrammen ein-getrieben wird. Bei steter Wiederholung des Verfahrens kann man je nach der Boden-beschaffenheit täglich 2—5 m weit vordringen.