5"- D-s Wasserwerk der Stadt Hannover : Hochrrservoir auf dem Lindcnrr Serge. <Arch. Berg.)Nach der „Zeitschrift des Architekten- und JngenicurvercinS zu Hannover ".
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Gemeinnützige bauliche Einrichtungen der modernen Städte.
25000 cdin in das Reservoir von Menil-montant. Die Vannequellenfassung ergibt eineWassermenge von I lOOOOodm pro Tag, welchein das Reservoir von Montrouge eingeleitetwird. Außerdem sind mehrere artesische Brun-nen im Gebrauche. 20 Pumpwerke mit mehrals 4000 Pferdestärken liefern Wasser aus derSeine und Marne . Überdies sind neue Quell-wasserlei-tungen teilsin Ausfüh-" rnng be-griffen, teilshierfür vor-bereitet. Berlin mit 1600000 Einwohnernwurde bis vor kurzem etwa zur Hälfte ausder Spree durch das Pumpwerk am StralauerThor, zur andern Hälfte vorn Tegelersee hermit Wasser versorgt unter Verwendung künst-licher Filtration. Neuerdings ist auch der Müggelseezur Versorgung herbeigezogen. Außerdem befinden sichin der Stadt verschiedene Tiefbrunnenentnahmen. Wien mit etwa einer Million Einwohner erhält sein Trink-und Brauchwasser von der Hochquellenleitung aus demKaiserbrnnnen und der Nixensteinerquelle, ferner voneinem mit dieser Leitung verbundenen Schöpfwerk beiPotschach und von einer in Allsführung begriffenenTiefquellenleitung, welche das Grundwasser des Stein-feldes bei Wiener-Neustadt dienstbar macht. Verschie-dene ältere und private Versorgungen befinden sichaußerdem in der Stadt und in den Vororten. Die ver-schiedenen voneinander getrennten WasserzuführungenRoms, die teilweise ein Alter von Jahrtausenden be-sitzen, sind bekannt.
Üm die Einzelheiten einer Grundwasserleitung undeiner Hochquellenleitung zu erörtern, geben wir im nach-folgenden die Beispiele von Hannover und Frank-furt a. M.
Für Hannover wird das Woher in einem zwischendem Dorfe Ricklingen, der Altenbekener Eisenbahn und demlinken Ufer der Leine gelegenen, dem Leinethal angehören-den Terrain gewonnen, wo sich in einer 5—6 in hohenKiesschicht über einem undurchlässigen Lager von Lehmund Thon ein ununterbrochener Grundwasserstrom bewegt,welcher aus den Seitenthälern und Berghängen gespeistwird. Die Leistung des Wasserwerkes, welches in denJahren 1876—1878 durch den Oberbaurat Berg erbautwurde, ist so bemessen, daß auf eine Bevölkerung bis zu200000 Köpfen täglich 125 I Wasser entfallen. Der weitereBedarf von 25 1 wird durch eine ältere Flußwasserleitunggedeckt. Auf eine Klärung des Wassers durch Filteraulagenkonnte man bei dessen vorzüglicher Reinheit verzichten.
Die Fassung des Wassers erfolgt durch einen 918 inlangen Sammelrohrstrang, welcher aus gußeisernen, mitoffenen Schlitzen versehenen, lose ineinander gesteckten Röhren von 80 oin lichter Weite besteht,und quer zum Grundwasserstrom verlegt ist. Eingebaute, durch Schüpvorrichtungen verschließ-bare Schächte oder Brunnen ermöglichen eine Untersuchung und streckenweise Spülung desStranges. Die Rohre wurden mit Steinschlag aus reinem eisenfreien Sandstein umhüllt und