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Gemeinnützige bauliche Einrichtungen der modernen Städte.
sind und dennoch nicht in anstößiger Weise in die Augen fallen, ist oft nicht ganz leichtzu bestimmen. Am geeignetsten liegen sie nicht allzu versteckt zwischen gärtnerischen An-lagen. In England hat man größere derartige Anstalten, nur für Männer bestimmt,mit Erfolg unterirdisch angelegt. So legen sich unter dem Trottoir um den Sockel desWellington-Denkmals zu London 20 Pissoirstände und 12 Aborte mit beständiger Spülungund Wartung und in luxuriösester Ausstattung bei getrennten Ein- und Ausgangstreppen.Die Tagesbeleuchtung und Lüftung geschieht durch Deckenlichtgläser und durchbrocheneGußeisenplatten in der Straßendecke. Der Würde eines erhabenen Kunstdenkmals ent-spricht allerdings die Nachbarschaft einer solchen, dem prosaischsten Bedürfnis gewidmetenAnstalt nach unserm Gefühl nicht.
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566 u. 567. Unterirdische Bedürfnisanstalt um den Kacket des Wellington-Denkmals zn London .SS6 Oberaiislcht, 567 Grundriß. Nach SUibben.
Städtische Badeanstalten.
Nachdem die Heilsamkeit des Bades seit den vierziger Jahren dieses Jahrhundertseine immer allgemeiner werdende Anerkennung findet, haben auch die Gemeindeverwal-tungen es als ihre Pflicht erkannt, diese Wohlthat den weitesten Kreisen der Bevölkerungzugänglich zu machen, entweder durch Gründung städtischer Anstalten, oder indem sieprivate Unternehmungen durch Hergäbe von Grund und Boden, durch unentgeltlicheLieferung des Wassers oder durch Geldzuschüsse unterstützten. Die hier in Betrachtkommenden Badeanstalten sind entweder solche in offenen Gewässern: See- und Fluß-bäder, oder solche in festen Gebäuden auf dem Lande: Wannen-, Schwimm-, Schwitz-und Brausebäder.
Das geringste Maß an Ausstattung beanspruchen die Seebäder. In Ostende ,Blankenberghe, Scheveningen wird der Badegast auf Karren, welche eine hölzerne, mitBank, Tischchen, Spiegel, Kleiderhaken und einer Treppe ausgerüstete Kabine tragen, indas Meer hineingefahren, bis zu einer Tiefe, die zum Baden passend erscheint. Hierverläßt er in geeignetem Kostüm die Badekarre und wird nach Beendigung des Badeswieder aufs Trockene gefahren. Herren und Damen baden dort gewöhnlich nicht getrennt.An der Ostsee, wo Herren- und Damenstrand gesondert sind, in den Schweizer Seen undam Mittelmeer stehen die Auskleidekabinen als leichter Pfahlbau über dem Wasser. DerBadende schreitet auf Treppen in das Wasser hinab.
Flußbäder sind entweder offene Badeplätze mit einer Anzahl Auskleidekabinen amUfer, oder schwimmende, zum Teil bedeckte Anstalten, oder feste Baulichkeiten im Flußoder in einer künstlichen Ausbuchtung des Ufers, mit festem Boden der Gänge und Kabinenüber dem höchsten Wasserstand, aber mit beweglichen Bassins. Von der ersteren Art bietetHamburg einige Beispiele: so den anmutig gelegenen öffentlichen Badeplatz für Männerund Knaben auf einer künstlichen Insel am Alsternfer des Vorortes Hohenfelde. Eine