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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Städtisches Feuerlöschwesen. 571

Steiggeräte sind Hakenleitern. Dachleitern, Anstellleitern und freistehende Leitern. DieHakenleiter, am oberen Ende mit einem oder zwei eisernen Haken zum Einsetzen in dieFensteröffnungen versehen, hat bei einem Gewicht von höchstens 12 kg; den Vorzug der leichtenBeweglichkeit. Mit ihr kann ein Mann nötigenfalls jedes Hans bis ins oberste Stockwerk be-steigen. Der Verkehr vor deni Hanse wird durch Anwendung der Hakenleiter weniger gestörtals durch andre Steiggeräte. Die Hakenleiter hat allgemein Eingang gefunden, so das; heutejede Dorffeuerwehr einige Exemplare besitzt. Die Dachleiter, gleichfalls von Holz, hat einenHaken, um sie hinter die Dachlatten hängen zu können. Die Anstellleiter zeigt in ihrer ein-fachsten Form nichts besonderes. Jedoch ist man bedacht gewesen, das; sie durch Zusammensteckenmehrerer Leitern verlängert werden kann. Die freistehende Leiter soll dazu dienen, einengünstigen hochgelegenen Standpunkt zur Anwendung des Schlauches je nach Willkür zu schaffen,falls ein solcher sich in der Nähe der Brandstelle nicht vorfindet. Zahlreiche Formen fahrbarerund ausziehbarer Leitern sind in Gebrauch, wir nennen die Berner, die Londoner , die belgische,die Mailänder, die Nürnberger, die Gießmannsche, die Peggersche, die Wiener, die amerikanische,die Ulmer. Die vierräderige Ulmer Patentleiter mit Eisenverspannung und drei Stützenpaarenkann bis auf 23 in verlängert werden.

Einreißgeräte sind Haken, Feuerhaken mit Kette und Seil, Äxte, Kreuzhauen, Brech-stangen und Schaufeln.

Die Rettung gefährdeter Personen ist die höchste Aufgabe der Feuerwehr. Wenn ein einzelnerMann zu retten ist, so wird eine Leiter angestellt, auf der er Herabsteigen kann. Eine Frauoder ein Kind wird in demgewöhnlichen Rettungs-sack, oder, unter Anwen-dung der Rolle mit Seil, imRettnngssack mit Eisenringherabgelassen. Sind meh-rere Personen aus höherenStockwerken herunterzuholen,so eignet sich hierzu derRettungsschlauch und einmit Bremse versehenes Seilohne Ende. Das Sprung-tuch ist das Mittel füräußerste Notfälle. Selbst-rettung eines Feuerwehr-mannes erfolgt unter Be-nutzung des Seiles undGurtringes. Viele Unglllcks-sälle sind schon vorgekommen,weil gefährdete Personen vor-zeitig herabgesprungen sind,statt auf die Ankunft derFeuerwehr zu warten. Insolchen Fällen kann durchZuspruch zum Ausharren Unglück verhütet werden. Die verschiedenen Geräte zur Menschen-rettung können unter Umstünden auch zur Effektenrettung benutzt werden.

Unter den Löschwerkzeugen ist das unentbehrlichste die Feuerspritze. Sie besteht imwesentlichen aus zwei Cylindern, in deren jedem abwechselnd ein Kolben mittels Druckbaumcsaufwärts gezogen und niedergedrückt wird. Beim Aufwärtsziehen entsteht im Cylinder einluftleerer Raum, in den durch das Säugventil das Wasser eindringt. Beim Niederdrücken desKolbens schließt sich das Säugventil, und das Wasser wird durch ein Druckventil hinausgepreßt,um durch das Mundstück eines angeschraubten Schlauches an die gefährdete Stelle gelenkt zuwerden. Durch einen zwischen Schlauch und Pumpwerk eingeschalteten Windkessel wird eingleichmäßiges Ausströmen des Wassers, ein ununterbrochener Strahl, erzielt. Entnommen wirddas Wasser aus einem immer nachgefüllten Wasserkasten oder mittels eines Gangwerkes auseinem beliebigen natürlichen oder künstlichen Behälter. Das Gangwerk besteht in einem Kanal,der die unteren Teile der Cylinder verbindet, und an welchem in eine Öffnung mit Gewindeder Saugschlanch angeschraubt wird. Für alle Verschmutzungen ist ein Normalgewinde ein-geführt, so daß im Falle gegenseitiger Aushilfe alle Gewinde an Spritzen und Schläuchenpassen. Größere Feuerwehren verwenden in neuerer Zeit nur noch die Storzsche Kuppelung.Dieselbe besteht aus zwei völlig gleichen Teilen mit Bajonettverschluß. Lederschläuche sind wegenihrer zu großen Schwere nicht mehr im Gebrauch. Hanfschläuche verlieren leicht an Güte undsind sehr durchlässig. Empfehlenswert ist der innen mit vulkanisiertem Kautschuk belegte Hanf-schlauch. Hilfsrequisiten bei Anwendung der Schläuche sind die Schlauchhaspelwagen zum Auf-rollen größerer Schlauchvorräte, der Schlauchsattel zur Vermeidung scharfer Biegungen desSchlauches, wenn er über Gesimse und Ecken gelegt wird; die Schlauchzange zum Zusammen-drücken des vollen Schlauches, während des Einschraubens oder Abschraubens einer Verlängerung;

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sss-sss. Tragbare Hakenleitern von C. k>. Wagirus i» tttm.