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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Gemeinnützige bauliche Einrichtungen der modernen Städte.

die Schlauchbinde zum Dichten schadhafter Stellen, der Schlauchhalier zum Anhängen einesVerlängerungsgewindes an einem geeigneten Punkt u. s.w.

Unter den zur Zeit üblichen durch Menschentraft bewegten Spritzen unterscheidet man dieauf einem Wagen befestigte Fahrjpritze und die vom Wagengestell abnehmbare Abprotz-spritze. Erstere Pflegt noch Sitzplätze für Mannschaften zu haben. Die Fahrspritze der BerlinerFeuerwehr kann noch 6 Mann auf dem Wagen stehend mitbefördern und trügt außerdem einGerüst für die notwendigsten Steig- und Rettungsgeräte. Die kleinere und daher wenigerwirksame Abprotzspritze hat den Vorzug, an Stellen transportiert werden zu können, welche derFahrspritze nicht zugänglich sind. Sie kann auf dem Mannschaftswagen mit untergebracht werden,oder wird auf einem leichten Rädergestell einem solchen angehängt. Die tragbaren Butten-

spritzen kommen nur in ganz kleinenGemeinden, Fabriken und Landgüternin Betracht. — Größere GemeinwesenPflegen auch eine Dampfspritze zubesitzen, deren Hauptwert in der nach-haltigen Wirkung besteht. Sie dientnur zur Bekämpfung länger andauern-der Brände oder zur massenhaftenWasserbefchaffung. Für kleinere Fälleist sie zu schwerfällig und kann jeden-falls die gewöhnlichen Feuerspritzennicht entbehrlich machen. — In Hasen-städten sind Schiffsspritzen in Ge-brauch. Auch hat man kleine eiserneSchraubendampfer gebaut, deren Ma-schine zugleich als Dampfspritze wirkt.

Direktes Spritzen durch Anschrau-ben eines oder zweier Schläuche aneinen Hydranten der Wasserleitungist für gewöhnlichen Bedarf möglichbei einem Druck von wenigstens dreiAtmosphären, ein Druck von fünfAtmosphären ist völlig ausreichend,ein noch größerer Druck hat für F-euer-löschzwecke keinen erheblichen Wert.In Rücksicht auf Feuerlöschzwecke sinddie Dimensionen des Röhrennetzes sehrwichtig, weil man auf einen engenStrang nur einen Hydranten auf-setzen kann, auf einen weiteren abermehrere. Mehr als 4 Hydrantenmit 8 Schläuchen bei einem Brandezu verwenden, wird der Entfernungwegen nie thunlich sein.

Die Kohlensäuredruckspritze, kurz-weg Gasspritze genannt, dient nurzum ersten Angriffe auf ein Feuer.Sie besteht im wesentlichen aus einemaufrecht stehenden, fahrbaren Wasser-kessel von ungesähr 1000 1 Inhaltund zwei Behältern mit flüssigerKohlensäure. Der mit einem Mano-meter, einem Sicherheitsventil undeinem Standrohr versehene Kessel istmit den Kohlensäurebehältern durch

bSS—s»2. IweiriiLrrige Klllanrctcitrr von C. U. Mogiros in Ulm.5S9 Die Letter auf dem Transport. 600 Letter nach der Ankunft auf dem Brand-platze. 601 Leiter aufgerichtet, 602 vollständig ausgezogen und bestiegen.

Metallschläuche verbunden. Soll die Spritze in Thätigkeit treten, so wird der Verschluß der Kohlen-säurebehälter geöffnet; die sich verflüchtigende Kohlensäure gelangt durch die Schlauchverbindung inden Wasserkessel und treibt dessen Inhalt unter einem Druck, der beliebig reguliert werden kann,durch das Standrohr nach außen. — Auf ähnlichem Prinzip beruht der Extincteur. Er bestehtaus einem tragbaren Gefäß, in welchem sich mit doppeltkohlensaurem Natron gefülltes Wasserund, getrennt davon in einem kleineren Gesäß, Schwefelsäure befindet. Es ist dafür gesorgt, daßim gegebenen Momente sich beide Flüssigkeiten schnell vermischen, wodurch sich Gas entwickelt,welches den flüssigen Inhalt durch einen Hahn in Strahlenform hinausdrängt. Er entsprichtin seiner Wirkung der Buttenspritze. Die Feuerlöschdose enthält Chemikalien, welche beimHineinwerfen der Dose in einen brennenden Raum explodieren und durch den plötzlichen Luftdruckdas Feuer löschen. Sie ist, wie ähnliche Apparate, nur in sehr beschränkten! Umfang wirksam.

Es kaun unter Umständen von größtem Werte sein, zum Zwecke des Löschens oder Reitensin Räume eindringen zu können, welche so von Rauch oder giftigen Gasen erfüllt sind, daß es