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Triebfederwerks auch die Einrichtung getroffen war, daß ein fortwährendes Überfließenund Zurückkehren des überschüssigen Öles in den Lanipenfuß stattfand. Hiermit wareine vollständig ausreichende und stets gleichmäßige Speisung der Flamme gesichert. In-folge der Eigenschaft des gleichmäßigen Brennens der Leuchtflamme wird die Carcellampenoch jetzt, besonders in Frankreich , als Normallicht bei den Ausführungen von Messungender Lichtstärke andrer Lichtquellen benutzt.
In Abb. 609 ist die wesentliche Einrichtung der Carcellampe im Durchschnitt dargestellt,mit Weglassung des Uhrwerkes, weil dieses in verschiedener Weise angeordnet werden kannund in seinem Mechanismus wohl bekannt ist. Das Carcelsche Pumpwerk befindet sich imFuße der Lampe und steht durch die Kolbenstange a mit dem Uhrwerk in Verbindung; dieGeschwindigkeit der Kolbenbewegung läßt sich nach dem Ölverbrauch der Flamme und dahermit Rücksicht auf die gewünschte Lichtstärke innerhalb der gegebenen Grenzen regulieren. Dieeigentliche Pumpkammer ist durch die Wände L.LOV vom Ölkasten abgeschlossen und steht mitihm nur durch zwei mittels nach unten schlagender Ventile uv verschließbare und in die Ab-teilungen III und IV führende Öffnungen in Verbindung. Durch die obere Wand mündetdas nach dem Brenner führende Ölrohr ein. Im Innern ist die Pumpkammer durch Scheide-wände in vier Abteilungen I. II, III und IV geschieden, von denen die Abteilung II durchdie nach unten schlagenden Ventile 8 und I mit der Abteilung I, sowie durch zwei andreKanäle rv und x mit den Abteilungen III und IV verbunden ist. Die Kanäle v und x sindstets offen. Drückt nun der Kolben aufwärts, indem er sich von rechts nach links bewegt, so
bewirkt er den Verschluß der Ventile t und u,während die beiden Ventile s und v sich öffnen.Durch die vom Ventile s freigegebene Öffnung wirddas oberhalb des Kolbens angesammelte, vomBrenner zurückgelaufene Öl in den Raum I gepreßt,während durch die vom Ventil v freigegebene Öff-nung ebensoviel Öl, wie aus der Abteilung I indas Steigrohr getrieben worden ist, in die Ab-teilung IV eingejaugt wird. Beim Rückgänge desKolbens von links nach rechts wird das Spiel derPumpe umgekehrt, so daß nunmehr die vorher ge-öffneten Ventile s und v geschlossen, dagegen dievorher geschlossenen Ventile t und n geöffnet wer-den. Hierdurch wird bewirkt, daß durch u frischesÖl aus dem Ölkasten angesaugt, durch t aber eineentsprechende Ölmenge nach der Abteilung I undvon da nach dem Dochte getrieben wird. DieKolbenbewegung kann nun auch so geregelt werden, daß nur die zur Speisung der Flammegerade notwendige Ölmenge emporgetrieben wird, so daß auch ohne Ölüberlauf, wie bei derälteren Carcellampe, eine gleichbleibende Lichtstärke der Flamme erreicht werden kann.
Leider war der Preis für die Carcellampe infolge ihrer künstlichen Einrichtung einverhältnismäßig sehr hoher, und außerdem lag in dem Uhrwerk ein schwacher Punkt,insofern dieses öfter repariert werden mußte. Aus diesem Grunde kam diese Lampe wenigin den Hausgebrauch. Zur Beseitigung dieser Übelstände haben sich besonders in Frank-reich viele Erfinder mit der Vereinfachung der Carcellampe beschäftigt. Hierdurch ent-standen drei Lampenklassen mit ziemlich zahlreichen Konstruktionen, die man als statische,hydrostatische und aerostatische unterschieden hat, aus denen aber nur eine Lampe prak-tische Bedeutung erlangt hat. Bei den statischen Lampen sollte der durch ein Uhrwerkbetriebene Kolben einfach durch einen gewichtigen kolben- oder schwimmerartigen Körperersetzt werden, welcher durch den Einfluß der Schwere das Öl aus dem Lampenfuße nachdem Brennerrande emportrieb. Um diesen Zweck zu erreichen, kamen einige Erfinderauch darauf, das Öl in einen dichten, zusammendrückbaren Sack einzuschließen, auf welchenein Gewicht drückte. In viel geschickterer Weise wurde die hier vorliegende Aufgabe 1836durch Franchot in Paris gelöst, welcher die sogenannte Moderateurlampe unterAnwendung einer sinnreichen als Moderatenr bezeichneten Vorrichtung konstruierte.
In Abb. 610 ist diese Einrichtung im Durchschnitt dargestellt. Der Ölkasten a verjüngtsich nach oben in einen verengten Hals, welcher zur Erleichterung der Öleinfüllung mit einemtrichterförmigen Ansätze versehen ist. Der aus Leder gefertigte Kolben 1 sichert durch seinennach unten gebogenen Rand einen sehr dichten Abschluß; er hängt an einer Zahnstange o, die
6vs. Pumpwerk tzxr Carcrtlampc.