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Beleuchtung.
Zeit ausgezeichneten und viel benutzten Moderatenrlampe nur die erwähnte GirardscheLampe zu einiger Bedeutung.
Hervorzuheben ist noch, daß man neben den Rundbrennerlampen auch Lampen mithalbrunden Dochten benutzte, und ferner, daß von Rnmford zu Anfang dieses Jahrhundertsder Borschlag ausgegangen ist, zur Erzeugung sehr starker Flammen mehrere Hvhldochtekonzentrisch in einem Brenner anzuordnen, wobei zwischen je zwei benachbarten Dochtenfür die nötige Luft durch Zwischenraum zu sorgen sei. Von Fresnel wurde eine der-artige Einrichtung der Brenner im Jahre 1821 für Leuchtturmlichter in Anwendunggebracht, denn es wird dadurch ermöglicht, in einem kleinen Raume ein sehr starkes Lichtzu entwickeln. Der Apparat ist jedoch ziemlich verwickelt, und der Ölverbrauch steht nichtin dem vermuteten günstigen Verhältnis zur gewonnenen Helligkeit.
Von Interesse ist es auch, auf die Entwickelung im Gebrauch der Zuggläscroder Cylinder einen Blick zu werfen. Die Lampenflamme ist als ein im kleinsten Maß-stabe hergestellter Feuerherd anzusehen und unterliegt daher auch den bei jeder Feuerungs-anlage zu berücksichtigenden Gesetzen. Es kommt also bei den Leuchtflammen, insbesondereaber bei den zn möglichst großer Lichtentfaltung bestimmten Lampen ähnlich wie bei jederFeuerungsanlage darauf an, den zur vollständigen Verbrennung des Brennstoffes not-wendigen Luftzug herzustellen, um der Flamme den dazu erforderlichen Sauerstoff zuzu-führen, wobei aber auch zugleich dafür zu sorgen ist, daß durch die zuströmende Luft
die Temperatur im Ver-brennungsraume nicht zu starkerniedrigt, sondern im Gegen-teil möglichst hoch erhaltenwird. Der Luftzug bei denLampenflammen ist aber, wiebei jeder ohne Gebläse be-triebenen Feuerung durch dasEmporsteigen der erhitzten Luftund das dadurch unterhalb derFlammen herbeigeführte An-saugen der frischen Luft, undzwar womöglich mit einer
sei—SM. Verschiedene Formen des Lainprncyiinders.
gewissen Vorwärmung derselben zu bewerkstelligen; zu diesem Zweck ist ein Schorn-stein nötig, welcher durch den gläsernen Zugcylinder hergestellt wird. Eine Berech-nung der zweckmäßigen Dimensionen dieses Zugcylinders, wie sie für die Schornsteinegroßer Feuerungen angestellt werden kann, ist der verwickelten und der Voraussicht nichtklar Angängigen Umstände wegen unausführbar, indessen ist man auf dem Wege derErfahrungen, deren allmähliche Aufeinanderfolge der geschichtlichen Betrachtung angehört,dahin gelangt, für die zweckmäßige Gestaltung der Lampenschornsteine einigermaßenGrundlagen zu gewinnen. Schon im vorigen Jahrhundert, als man ausschließlich nochLampen mit vollem runden Dochte benutzte, wurde erkannt, daß ein über der Flamme an-gebrachtes Zugrohr die Leuchtkraft erhöhe, und deshalb kam ein Blechcylinder zur An-wendung. Für flache und halbrunde Dochte, deren leichtbewegliche Flamme durch seitlichenLuftzug sehr stark gestört wird, ist ein Zugcylinder sehr nützlich. Für den Runddocht aber,der in freier Luft mit stark qualmender Flamme brennt, ist er unentbehrlich. Als eigentlicherErfinder des Glascylinders wird der Pariser Apotheker Quinquet bezeichnet, welcherschon 1756 auf diese Vervollkommnung der Lampen gekommen sein soll. Dieses ersteZugglas bestand aus einem weiten cylindrischen Rohr, wie Abb. 611 der beistehendcnAbbildungen darstellt und wie es auch bei der in Abb. 606 abgebildeten Kastenlampe inAnwendung gekommen ist. Später sah man ein, daß bei Rundbrennern eine Verengungdes Cylinders oberhalb der Flamme von Nutzen sei, und so kamen die in Abb. 612—616dargestellten Formen in Gebrauch, denn der durch das Zugglas bewirkte Luftzug istum so lebhafter, je enger und höher das Glas innerhalb gewisser Grenzen gemachtwird. Überhaupt aber sind Gestalt und Dimensionen des Zngcylinders von der Konstruktion