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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Mineralöllampen.

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freies Einströmen des im Behälter X befindlichen Petroleums in den leeren Raum Xzwischen beiden Behältern ermöglicht ist. Außerdem befindet sich auf dem Lampenbassin Lein lose aufgelagerter Deckel tz nebst einem glatten Dochtringe für den Durchgang desDochtes, um bei Erschütterungen der Lampe ein Überfließen des Petroleums in denleeren Raum ^ zu vermeiden. Bei gut konstruierten Lampen und bei Anwendunggut destillierten Petroleums, wie dasselbe in Deutschland unter obrigkeitlicher Kontrollenur in den Handel gebracht wird, ist eine Explosion durch Überhitzen des Ölbehälters vonder Wärmeausstrahlung der Flamme nicht zu befürchten; wenn die nötigen Vorsichts-maßregeln in Anwendung kommen, so sind solche Lampen ohne alle Gefahr zu benutzen.

Von vervollkommneter Einrichtung ist der in Abb. 628 dargestellte Patent-Reformbrenner, bei welchem die zur Flamme von außen strömende Luft vorher durchdas Brennerrohr erwärmt wird. In noch höherem Grade ist dies der Fall bei dem inAbb. 629 abgebildeten Brenner der Patent-Reichslampe von Schuster L Bär. Beidieser Lampe geht das Luftzuführungsrohr durch den aus Metall hergestellten Ölbehälterhindurch. Ferner ist über dem Brenner die schon besprochene und längst bekannte Brenn-scheibe, sowie auch die schon bei andernLampen benutzte Kappe angebracht, unterwelcher die erwärmte Luft sich mit denentflammten Gasen teilweise vermischt.

Ein derartiger Brenner von 20"' gibteine Flamme von 45 Normalkerzen, einervon 40'" eine Flamme von 115 Normal-kerzen. Der erstere Brenner liefert dahereine Flamme, die über dreimal Heller alsdie eines 32" Loch-Gas-Argandbrennersist und mit der Speisung von Petroleum50 o/o weniger kostet als Gas.

Ein andrer sehr guter Brenner istvon der Aktien - Gesellschaft vormalsC. H. Stobwasser L Co. unter der Be-zeichnung Prometheusbrenner neuer-dings in den Handel gebracht worden.

Auch dieser Brenner ist oberhalb derKappe mit der Brennscheibe versehen.

In Abb. 630 ist Deimels Petroleum-brenner dargestellt. Die Einrichtung istmöglichst auch bei diesem Brenner so getroffen, daß die Wärme um die Flamme herumzusammengehalten und die der Flamme zugeführte Luft vorgewärmt wird. Zu diesemZwecke dient die das Dochtrohr a überragende, seitlich geschlitzte Kappe b, welche ineinem gewissen Abstände von einer aus schwer schmelzbarem Glase bestehenden Jsolier-kappe o umgeben ist. Zwischen dem Fuße des wegen der Brennscheibe H ausgebauchtenCylinders L und der erwähnten Jsolierkappe o ist ein ringförmiger Zwischenraum zumDurchzug der Luft freigelassen. Für den von unten kommenden Luftzug nach der Flammesind also drei Kanäle vorhanden, von denen der erste von der Außenwand des Brenners aund der inneren Kappe b, der zweite von den beiden Kappen b und o und der dritte vonder Kappe o und dem Cylinderfuße gebildet wird. In den inneren beiden Kanälen wirddie zuströmende Luft ziemlich stark vorgewärmt, gleichzeitig aber wird der Cylinderranddurch den dritten Luftkanal vor zu starker Erhitzung geschützt.

Man hat auch versucht, die Flamme durch Vergrößerung der Verdampfnngsflächedes Dochtes zu verstärken, indem man dessen innere Seite mit einem entsprechendenbreiten Rand über die innere Brennerröhre frei heraustreten ließ, wogegen der äußereDochtrand durch die äußere Brennerröhre oder durch eine besondere ringförmige Kappegegen die Entzündung geschützt ist.

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628. Patrnt-Urforinbrenner.

62 g. Patent - Nrichstampevon Kchnstcr L Kiir.