Die Gasbeleuchtung.
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beträgt mindestens 5—8 rnin Wassersäule. Da das Leuchtgas nur etwa halb so schwerist wie atmosphärische Luft und daher ein starkes Bestreben zum Aufsteigen hat, so legtmau die Gasanstalten gern au der tiefsten Stelle des mit Beleuchtung zu versehendenBezirks an. Der Gasverlust in den Leitungen beträgt auch bei sorgfältiger Anlage5—7 »/o der Jahreserzengung, steigt aber auch öfter bis auf 15 o/o.
Es liegt natürlich im Interesse sowohl der Gasfabrikanten, als auch der Gas-verbraucher, zu wissen, wie viel Gas in einer gewissen Zeit verbraucht wird, indem sichdanach die Einnahmen der Gaswerke und die Ausgaben der Gasverbraucher zu regelnhaben. Um hierüber eine Kontrolle zu ermöglichen, benutzt man die Gasmesser oderGasuhren, welche zwischen der Straßenleitnng und der Hausleitung einzuschalten sindund selbst auch in den einzelnen Wohnungen der Gasverbraucher angebracht werden.Der erste Apparat dieser Art wurde, wie erwähnt, 1815 von Clegg in London konstruiert.Unter den verschiedenen, zum Teil ziemlich zusammengesetzten und daher auch nicht mitwenig Worten zu erklärenden neueren Apparaten ist der in Abb. 641 abgebildete Gas-messer der einfachste und gebräuchlichste. Dieser besteht aus einem flachcylindrischen Blech-gehäuse 7, worin sich eine drehbare Trommel 5, 6 mit vier eigentümlich gekrümmtenScheidewänden befindet, so daß dadurch vier Kammern 1, 2, 3, 4 gebildet werden. Überdie Hälfte der drehbaren Trommel taucht in dasim Gehäuse befindliche Wasser ein. Durch denAuftrieb des in die Trommel von unten ein-strömenden Gases wird allmählich die untersteeingetauchte und von dem unterhalb einströmen-den Gase sich anfüllende Kammer nach obengedrängt und somit die Trommel in Umdrehungversetzt; diese Umdrehung geht langsam stetigweiter, indem anderseits die nächste obere Kammerin das Wasser eintaucht, sich zuerst mit Wasserfüllt und dann in der untersten Stelle wiederumallmählich das einströmende Gas aufnimmt, welchesdas Wasser verdrängt und dadurch die betreffendeSeite der Trommel nach oben treibt. Da nundie Größe der Kammern ein bestimmtes Maß hat,so kann aus der Umdrehungszahl der Trommelder während einer bestimmten Zeit stattgefundcneGasdurchfluß bestimmt werden; dieser Gasdurch-flnß entspricht aber dem Gasverbrauch, denn sobald dieser aufhört und alle Gashähneder von dem Gaszähler gespeisten Leitung dicht geschlossen sind, oder der Gaszähler selbstdurch einen besonderen Hahn von der Verbrauchsleitnng abgesperrt ist, bleibt natürlicher-weise die Trommel stehen. Mittels eines durch die Trommelachse betriebenen Zählwerkeskann die Durchflußmenge des Gases am Zähler in Raumteilen mit einer Genauigkeit biszu etwa 2 °/o abgelesen werden.
Von besonderer Bedeutung für Unfallverhütung bei der Gasbeleuchtung sind dieSicherheitsregler bezw. Gasverbrauchsregler. Diese Apparate haben im all-gemeinen den Zweck, eine vorübergehende Unterbrechung der Gasliefcrnng in ein Ver-svrgungsgebiet, wie solche durch Unachtsamkeit in der Bedienung der Gasbehälter ein-treten kann, sowie die infolge davon durch das plötzliche Erlöschen der Gasflammen her-vorgerufenen Gefahren zu verhüten. Ferner soll aber dadurch auch der Druck, mitwelchem das Gas den Flammen zugeführt wird, stets auf der für die beste Lichtentwickelunggeeigneten Höhe erhalten werden, um auf diese Weise einer Gasverschwendung und dendamit verbundenen Übelständen vorzubeugen, sowie ein ruhiges gleichmäßiges Brennender Flammen herbeizuführen.
Der Sicherheitsregler von S. Elstner, Berlin , soll vor ähnlichen Apparaten denVorzug besitzen, daß er höchst sicher und zuverlässig wirksam ist und dabei wenig Raum undKostenaufwand beansprucht. Bezüglich der Zuverlässigkeit wird bei diesem Apparat hervor-
64 i. Gasuhr im Durchschnitt.