602 Beleuchtung.
dienen besonders zur Beleuchtung von Hausfluren, Treppen, Gaststuben, Geschäfts-lvkalen n.s.w,, also hauptsächlich für Jnnenbeleuchtnng. 3. Fledermaus- oder Schmetter-lingsbrenner, welche in einen hohlen kugelförmigen Kopf enden, der oben mit einemschmalen Einschnitt versehen ist. Diese Brenner ergeben eine breite fächerartige Flamme,welche viel Licht ausstrahlt und daher für Straßenbeleuchtung sehr zweckmäßig ist.4. Rundbrenner oder Argandbrenner, von denen Abb. 646 eine Abbildung gibt.Dieser Brenner strömt das Gas ringförmig aus und gibt also eine cylindrische Flamme,welcher von innen und außen Luft zugeführt wird, wie dies bei dem früher besprochenenArgandbrenner der Öllampen der Fall ist; zur Herbeiführung des gehörigen Luftzuges mußdieser Brenner wie bei den Öllampen mit einem Zugglase oder Cylinder versehen werden.
Nach demselben Prinzip ist auch der besonders für hohe Hitzegrade in Laboratorienverwendete aber auch für die später zu besprechenden Gasglühlampen benutzte Bunsen-brenner eingerichtet, welchen Abb. 647 in etwa ein drittel wirklicher Größe in seinergewöhnlichen Form darstellt. Derselbe ist mit einem gußeisernen kreisrunden, hohlen Fußeversehen, auf welchem der Brenner sitzt. Bei dem einfachen Bunsen-H brenner besteht der Brenner aus drei senkrechten, konzentrisch mit
/Ä einem Zwischenranm ineinandergestülpten Blechcylindern. Bei dem
//! V abgebildeten Brenner sind aber zur Erzielung höherer Hitzegrade^ ^ r ineinandergefügt, von denen der äußere erste
und der innere dritte an der Basis imKreise herum mit Luftlöchern versehensind. Die Zwischenräume der Cylinderstehen einesteils mit den Röhren t, und tz,welche nach dem äußeren Gasrohre 1°,führen, andernteils mit den Röhren ^und t^ in Verbindung, welche sich imGasrohre Dz vereinigen. Auf diese Weisekann der Brenner entweder als einfacher,j! /j, oder auch als Doppelbrenner benutztwerden. An der Basis ist der Apparatmit einem Drahtgewebe umgeben, durchwelches der innere Luftzutritt geregelt'7 und das Flackern der Flamme verhütet
646 . Nundi.r-.m-r. 647 . Sunstnbr-nn°r. ' wird. Die über diesem Drahtgewebe im
Mantel angebrachten Löcher führen inden ersten Zwischenranm und dienen zum äußeren Luftzutritt, sowie zum Kühlhaltendes eigentlichen Brenners.
Die sogenannten Gas-Sparbrenner (Abb. 648 u. 649) sollen dazu dienen, denDruck des ausströmenden Gases zu vermindern, so daß die Verbrennung langsamer vorsich geht, wodurch allerdings aber auch die Leuchtkraft der Flamme eine Abschwächungerleiden kann. Um den beabsichtigten Zweck zu erreichen, wird auf die Ansmündung desGasleitungsrohres zunächst eine als Diaphragma bezeichnete, mit einer kleinen Öffnungversehene Kappe o aufgesetzt, aus welcher das Gas nur in einem feinen Strahle in denweiteren Raum ill des Brenners gelangen kann, wo es sich ausdehnt, um zuletzt durchden aus Speckstein bestehenden Brennerkopf X der Flamme zugeführt zu werden.
Ein selbstthätig seinen Gaszufluß mit Bezug auf Gleichmäßigkeit des Druckesregelnder Brenner, sogenannter Regulierbrenner, und zwar der Suggsche ist inAbb. 650 dargestellt. Derselbe ist so eingerichtet, daß er das seiner Flamme zuströmendeGas auf dem der größten Leuchtkraft bei geringstem Verbrauch entsprechenden, von demLeitungsdrucke unabhängigen Drucke erhält. Die abgebildete Konstruktion rührt von demenglischen Gastechniker Sugg her. Wie aus dem Bertikaldurchschnitt ersichtlich ist, trittdas Gas von unten ein und gelangt durch eine mit einem Ventil 8 versehene Öffnung ineinen erweiterten Raum, der oberhalb durch eine biegsame Platte, sogenannte Membrane 0geschlossen ist, an welcher das Ventil 8 hängt. Das Herabgehen der Membrane 0 und
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