Die Gasbeleuchtung. 603
damit das Sinken des Ventils U ist durch Ansätze beschränkt, welche sich an einer in derMitte der Membrane befestigten Metallscheibe befinden. An dieser Metallscheibe sitzt auchdas Ventil U, welches oberhalb mit einer vertikalen Aushöhlung und mit seitlichen Öff-nungen versehen ist, durch welche das Gas in der Richtung der angegebenen Pfeile inden oberen Raum der Regulierkammcr ^ und von da in den Brenner gelangt. DieAushöhlung des Ventils ö, welche den Durchgangskanal für das Gas bildet, kann mittelseiner Schraube L bei Anbringung des Apparats, den Umständen entsprechend, ein fürallemal geregelt werden. Je stärker der Gasdruck in der Zuleitung gegen die Membrane 0wirkt, um so mehr schließt das Ventil U die Zutrittsöffnung, wodurch bewirkt wird, daßein vorher bestimmter Gasdruck nicht überschritten werden kann.
1 Ein bedeutsames Moment in der Entwickelung der Gasbeleuchtung bilden dieRegenerativbrenner, um deren Ausbildung sich Friedrich Siemens ein besonderes Ver-dienst erworben hat. Bevor wir aber zur Beschreibung der Siemensschen Regenerativ-lampe übergehen, sind einige Vorgänger dieser Konstruktion zu erwähnen. Die Wirkungdes Regenerativbrenners beruht, wie schon bemerkt wurde, auf der Thatsache, daß die
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648 u. 649 . Gassparbrrnnrr.
650 . Suggs UegnUerbrenner.
Helligkeit einer Flamme mit der Temperaturerhöhung des Verbrennungsprozesses bis zueiner gewissen Grenze stark zunimmt. Diese Temperaturerhöhung läßt sich aber durchVorwärmnng der zngcführten Luft mittels Ausnutzung der von den Verbrennnngsgasenmitgefühlten Wärme erreichen. Die älteste Konstruktion eines nach diesem Prinziphergestellten Regenerativbrenners scheint der von dem englischen BeleuchtungstechnikerFrankland schon im Jahre 1854 hergestellte Gasbrenner zu sein, den Abb. 651zeigt. L. ist ein Argandbrenner, der mit dem gewöhnlichen Glascylinder 6 versehen ist.Etwa 5 am unterhalb der diesen Cylinder tragenden Galerie ist eine in der Mitte durch-kochte Glasscheibe luftdicht angebracht, auf welcher der schwach konische gläserne, luftdichteHohlkörper II sitzt. Hierdurch wird bewirkt, daß die zur Unterhaltung der Flamme dienendeLuft in der Richtung der Pfeile über den oberen Rand des konischen Glasgehänses hinwegdurch den von der Lenchtflamme des Argandbrenners stark erhitzten Hohlraum zwischenden beiden Glaswänden zieht, sich dabei erwärmt und dann von unten zu der Flammegelangt. Diese Anordnung wurde später von Muchall zur Herstellung der sogenanntenNalorischen Gaslampe benutzt, welche in Abb. 652 dargestellt ist. Ähnlich derFranklandschen Konstruktion besteht dieselbe aus drei Teilen: dem Unterteil, den Teller äund Brenner a bildet, dem inneren gewöhnlichen Zugcylinder und dem äußeren, hiertnlpenförmig gestalteten, etwa aus Milchglas bestehenden Gehäuse. Die Richtung desLuftstromes ist durch Pfeile gekennzeichnet. Diese Lampe ist unterhalb mit dem vorher
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