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Beleuchtung.
herum wird durch die beiden Seitenröhreu o, und Leuchtgas zugeführt, welches sich mit derLuft vermischt. Das brennbare Gemisch wird in die aus Platindraht gebildete Kappe n empvr-gelrieben und Vvrläufig entzündet. Sobald das Platindrahtnetz glühend geworden ist, wirddie Flamme niedergedreht, bis sie verschwindet und das Platin eben noch im Glühen verbleibt.Zwischen die glühende Platinkappe und den Brenner ist ein Ring d aus nichtleitendem Materialeingelegt, welcher die Fortpflanzung der Warme aus dem Platinkvrper in den Brenner verhütensoll. Ilber die Leuchtkraft dieser Lampe liegen keine Mitteilungen vor; unzweifelhaft war dieselbenur als Nachtlicht zu benutzen.
Das seit einigen Jahren als „Anerlicht" in Gebrauch gekommene Gasglühlichtwurde schon 1885 von Dr. Auer v. Welsbach in Wien erfunden, oder wohl besser gesagt,entdeckt. Diese Lichterzeugungsmethode beruht auf der allerdings schon früher bekanntenErscheinung, daß gewisse, als seltene Erden oder Edelerden bezeichnete Mineralien beiEinwirkung hoher Temperatur in einen außerordentlich stark leuchtenden Glühznstandversetzt werden, wodurch die an sich nicht leuchtenden, vom verbrennenden Gase in starkemMaße ausgesendeten Wärmestrahlen für die Lichterzeugung und somit für die Beleuchtung
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659 . Anersches Gasglühlicht. 660. Elmnonds Glühlampe.
66l. Lrwis' Gasglühlampe.
nutzbar gemacht werden können. Von dieser Entdeckung bis zur praktischen Herstellungeines diese Naturerscheinung ausnutzenden Lenchtapparates war allerdings ein weiter Weg,auf welchem große Schwierigkeiten zu überwinden waren. Seitdem Dr. Aner v. Welsbachdiesen Erfolg errungen hat, haben sich auch viel Mitbewerber eingefunden, welche in mehroder minder abgeänderter Art dasselbe Prinzip nutzbar zu machen und Geld damit zuverdienen suchen.
Bei Auers Erfindung ist die Hauptsache die Herstellung des sogenannten „Glüh-strumpfes", und sein Patent bezieht sich auf die Herstellung des sogenannten „Fluid ",das heißt der Mischung aus den salpetersauren Salzen der Edelerden, welche er für diezweckmäßigste hielt. Der aus Baumwollengewebe oder aus. dem Gewebe eines anderngeeigneten Faserstoffes bestehende konische Hohlkörper oder Strumpf wird mit der Lösungder erwähnten Salzmischung getränkt und nach dem Trocknen ausgeglüht, wobei dieStichflamme eines Gasgebläses benutzt wird. Durch dieses Ausglühen wird das organischeGewebe verbrannt, so daß nur in starrer aber leicht zerbröckelnder Form sich erhaltende,mit den fein zerteilten Edelerden vermischte Asche zurückbleibt. Indem nun diese durchdie Gasflamme zur Weißglut gebracht wird, gibt sie ein schönes, weißes Licht. AlsBrenner für das Anerlicht, sowie für jedes andre Gasglühlicht wird ein nach demPrinzip des Bunsenbrenners (Abb. 647, S. 602) konstruierter Brenner benutzt, der inseiner speziellen Einrichtung vielartig modifiziert werden kann.