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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Beleuchtung.

Gasstrahls angesaugt und mit dem wirbelnden Gase vermischt wird. Schon durch dieseEinrichtung findet eine ziemlich innige Vermischung von Leuchtgas und Luft statt, die vielinniger ist, als bei dem gewöhnlichen Bunsenbrenner. Diese Vermischung hat aber Telamarrenoch nicht für genügend befunden, und deshalb hat er am Brennerkvpfe noch eine besondereEinrichtnng angebracht, durch welche der Vermischnngsprvzeß fortgesetzt wird. Das von untenkommende Gasgemisch strömt nämlich zuerst durch ein Drahtnetz li, welches im wesentlichen denZweck hat, in ähnlicher Weise wie bei einer Davyschen Sicherheitslampe das Zurückschlagen derFlamme in daS Brcnnerrohr zu verhüten. Hierauf stößt der Gasstrom gegen die Scheidewand I<.welche nach oben gewölbt und am Umfange mit feinen Löchern versehen ist; weiter muß dasGasgemisch seinen Weg durch das Drahtsieb 0 nehmen. Durch diese Einrichtung werden vielfacheWirbel im Gasgemisch verursacht, so daß eine äußerst innige Mischung erzielt wird. DerBrennerkopf ist durch einen Konus aus Drahtgeweben abgeschlossen. Die Flamme bildet sichaußerhalb dieses Konus und kann leicht in die für den gewöhnlichen Glühkörper erforderlicheForm gezwungen werden. Außerdem ist bei diesem Brenner für eine gut geregelte Luftzusührunggesorgt. Zu dem Zweck ist die Brenncrröhre ? von zwei Röhren umhüllt, so daß ein ringförmigerKanal gebildet wird und gleichzeitig die Brennerröhre selbst vor Wärmcverlust geschilpt ist, indemdieselbe einen stehenden Luftmantel hat. Ein Teil, der zugeführteu Luft strömt durch denringförmigen Kanal I in der Pfeilrichtung nach den Öffnungen der Kammern Bund 0, wobeidie Luft etwas vorgewärmt wird, der übrige Teil der Luft streicht durch den gelochten Konus Vdirekt nach der Flamme. Der Delamarresche Brenner ist daher sehr für-sorglich eingerichtet, erfordert aber unzweifelhaft einen starken Druck deSzuströmenden Gases, weil dasselbe bei seiner Vermischung mit Luft vieleWiderstände zu überwinden hat, bevor es in die Flamme gelangt.

Anstatt des Leuchtgases hat man für die Flammcnglühlichter auchdie Dämpfe leicht vcrdampfbarer Brennstoffe, wie Benzin, Spiritusund Petroleum, nutzbar zu machen versucht. Das größte Interesse hatsich — nicht zum mindesten wohl zufolge der Anteilnahme des deutschenKaisers — dem Spiritnsglühlicht zugewendet. In der That würdedieser Erfindung nicht nur eine große technische, sondern vor allein aucheine ungeheure volkswirtschaftliche Bedeutung zukommen; eine Bedeutung,die am besten illustriert wird durch das treffliche Wort Wilhelms II.:„Ich würde mich freuen, wenn meine Märker aus Kartoffeln — Lichtmachen könnten." Indessen ist das Problem noch nicht ganz gelöst.Die Verwendung der gewöhnlichen einfachen Lampen für Benzin- oderSpiritusgebranch erscheint ausgeschlossen, weil diese Flüssigkeiten außer-ordentlich leicht entzündlich sind, so daß bei dem Hantieren mit denselbenaußergewöhnliche Vorsicht geboten ist. Nun haben sich in der letztenZeit die Beleuchtungstechniker vielfach bemüht geeignete Spiritus-glühlampen herzustellen, jedoch war der Erfolg zunächst keineswegsbefriedigend, indem die Vergasung dieses Brennstoffes nicht in genügenderWeise stattfand. Die Flamme war. daher unruhig und es entstand ein höchst unan-genehmer Fuselgernch. Von diesen Übelständen ist die in Abb. 664 abgebildete Spiritus-glühlampe der Aktiengesellschaft vorm. C. H. Stobwasser vollständig frei und dabeiist ihre Ausführung einfach und folid, so daß keine Unordnung in den Teilen entstehenkann. Die Stobwassersche Glühlampe besteht im wesentlichen aus einem scheibenförmigen,mit starken Baumwollendochten versehenen Vergaser, der fortdauernd durch zwei Flämmchengeheizt wird. Von diesem Vergaser führen zwei Röhrchcn nach einer Düse, ähnlich wiebeim Bunsenbrenner (Abb. 602). Ein Teil der Verbrennungsluft wird aber, im Gegen-satz zum Bunsenbrenner, zentral durch den Vergaser geführt und dabei stark vorgewärmt.Der andere Teil der Verbrennungsluft geht seitwärts durch ein Mischrohr. Die bezüg-lichen Zutrittsöffnungen für die Luft sind, wie die Abbildung zeigt, von einem Metall-korb umgeben, ähnlich wie bei den Petroleumlampen, so daß auch dieser Teil der Ver-brennnugsluft vorgewärmt wird. Nach oben ist das Mischrohr durch ein Drahtnetz ab-geschlossen. Auf dem Mischrohr sitzt ein mit Spitzen versehener Brennerkopf, der den

Glühkörper und die Cylindergalerie trägt. Die von besonderen Dochten gespeistenHeizflämmchen können mittels eines Zahnstangengetricbes geregelt werden, wodurchwiederum eine Regelung der Hauptflamme ermöglicht wird. Die Lampe soll in etwaelsstündiger Brenndauer 1 l Spiritus, wobei der Glühkörper die gewöhnliche Lichtmcnge

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GasgUihlnrnnervon Prlamarrr.