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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Die Gasbeleuchtung. 611

des Gasglühlichtes ausstrahlt. Auch die Herstellung einer Petroleumglühlampe istmit Erfolg versucht. Wir lassen deren Beschreibung mit Bezug auf die Abb. 663betreffend ein von Spiel L Brückner in Wien hergestelltes Modell, hier folgen. Wasdie in Abb. 663 dargestellte Lampe an-belangt, so ist dieselbe im Fuße miteinem Petrolenmbehälter ^ versehen,welcher bis zu etwa ^ seines Inhaltsdurch die verschraubbare Öffnung o ge-füllt wird. In diesen Behälter gehtein Rohr a bis nahe an den Bodenherab, in welchem das Petroleum mittelseiner kleinen bei b sichtbaren Luft-pumpe zeitweise empor nach dem Ver-gasungsapparate o hinanfgedrückt werdenmuß. Dieser Vergaser besteht aus einemflachen ringförmigen unterhalb des Bren-ners 1 angebrachten Behälter, von wel-chem ein Rohr 5 abwärts bis unter dasZweigrohr ä geht, welches letztere inden Vergaser einmündet. Durch dasRohr k tritt der im Vergaser o erzeugtePetroleumdampf in das unterhalb desVergasers befindliche Rohr § ein, dasoben einen erweiterten, mit feinen Lö-chern versehenen Ansatz hat. Auch unter-halb ist das Rohr § mit Löchern ver-sehen, durch welche Luft eintreten undsich mit dem Petroleumdampfe vermischenkann. Durch die oberen Löcher des Rohres § tritt ein Teil des mit Luft vermischtenPetrolenmdampses aus, um nach der Entzündung die zum Heizen des Vergasers nötigekleine Flamme abzugeben. Oberhalb setzt sich das Rohr § in dem engeren Rohre ll fort,durch welches das übrige Petrolenmgas in den Brenner eintritt, wobei dasselbe nochmit der durch die Löcher ü eintretenden Luft vermischt wird. Außer-dem wird der innerhalb des auf dem Brenner sitzenden Glüh-strnmpfes brennenden schwachleuchtenden Heizflamme noch Luft durchdie Kanäle l zugeführt.

Unzweifelhaft ist das heutige Gasglühlicht seiner vorzüglichenEigenschaften wegen zur Beleuchtung von Jnnenränmen sehr gnt ge-eignet. Das Licht ist ruhig und mild nnd ganz ähnlich dem Lichtder elektrischen Glühlampe, zumal wenn der anfangs sehr grünlichenngewöhnte Farbenton des Auerlichtes mehr in einen gelbrötlichenFarbenton umgewandelt ist, was durch die geeignete Mischung derEdelerden erreichbar zu sein scheint, wenigstens zeigen gewisse Fabrikatedes Glühstrumpfes dieses gefälligere Licht. Übrigens ist gerade dasgrünliche Licht, welches ja auch die Lenchttiere zeigen, eigenilich dasdem Auge wohlthätigste und zugleich für das Sehorgan wirksamsteLicht. An Leuchtkraft wetteifert das Gasglühlicht mit der elektrischenGlühlampe; gleich dieser entwickelt es auch nur sehr geringe Wärme,und was die für den Atmungsprozeß schädlichen Verbrennungsprodnkteanbelangt, so ist deren Menge im Verhältnis znr erzeugten Lichtmengebedeutend geringer als bei andern Flammenlichtern. Durch die Anwendung der besonderenGlühsnbstanzen werden beim Flammenglühlicht die Wärmestrahlen in einem viel höherenProzentsätze in Lichtstrahlen umgesetzt, als dies beim gewöhnlichen Gas- und Petroleum-lichte der Fall ist. Ferner ist aber auch beim Gasglühlicht infolge dieser stärkeren Licht-

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663. Petroleum-Gasgtütstampe.

664. Kpiritusgtnhtampeder A.-G. norm. C. H. Stob-wasser in Berlin .

666. Laterne mitGasgtühticht.