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bügel in Form einer Schlinge Maxim solche aus verkohltem feinen Bristolpapier inForm eines lateinischem Ll (^), Lane-Fox erzeugt seine aus den Fasern oder Wurzeln von
Gräsern, Müller und Siemens benutzen wieder verkohlte Baumwollfäden; neuerdingsstellt man den Kohlenfaden zumeist aus Cellulose her. Einen wesentlichen Unterschiedzeigt nur die von einem Deutschen, Namens Bernstein, in Amerika erfundene Boston-lampe. Bei dieser sind anstatt der einfachen Fäden durch Verkohlung gewebter seidenerRöhrchen erzeugte dünnwandige hohle Kohlencylinder angewandt, um so eine möglichstgroße leuchtende Oberfläche zu erhalten, ohne die Leitungsfähigkeit allzusehr zu erhöhen.In der That besitzt diese Lampe eine Leuchtkraft, die die der andern Konstruktionen weitübertrifft; anderseits bedarf sie aber eines verhältnismäßig starken Stromes, und dieserUmstand steht ihrer allgemeinen Verwendbarkeit beträchtlich im Wege.
Bei der Benutzung des elektrischen Lichtes zur Städtebeleuchtung durch Zentral-stationen oder Elektrizitätswerke ist die Art und Weise der Elektrizitätsverteilung sowohlmit Rücksicht auf das Funktionieren der Anlage, als auch auf deren Betriebssicherheit, sowieendlich, und zwar nicht zum geringsten Teil, auch mit Bezug auf das finanzielle Ergebnisvon ausschlagender Bedeutung, weshalb auch über diese Frage noch immer stark debattiertwird. Bei der Elektrizitätsverteilnng handelt es sich darum, daß jede der über einen mehroder minder ausgedehnten Flächenraum verteilten Lichtquellen mit möglichst geringem Kosten-aufwands in möglichst unabhängiger Weise die zu ihrer Lichtentfaltnng nötige elektrischeBetriebskraft in Form von mehr oder minder stark hochgespanntem elektrischen Stromzugeführt wird. Die elektrische Kraftleistung, die einer mechanischen Kraftleistung nachdem Maß von Pferdestärken gleichwertig ist, kann hierbei innerhalb gewisser, nachtechnischen und finanziellen Gesichtspunkten festzustellender Grenzen nach beliebigem Ver-hältnis in ihre beiden Arbeitsfaktoren: Stromstärke und Spannung zerlegt werden, wobeider Querschnitt der Leitungen für die Längeneinheit maßgebend für die Stromstärke,die Länge der Leitungen für die Qnerschnittseinheit maßgebend für die Spannung ist.Hohe Spannung mit geringer Stromstärke bedeutet also vermindertes Materialgewichtund billigere Herstellungskosten der Leitungen, zugleich aber auch die Gefahr leicht ein-tretender gefährlicher elektrischer Entladungen.
In dem letzten Jahrzehnt ist oft ziemlich heftig darüber gestritten worden, obWechselstrom oder Gleichstrom mit Rücksicht auf Ökonomie und gewisse technischeVerhältnisse den Vorzug verdienen; in letzter Zeit war der Streit zwischen der Vorzüglich-keit von einfachem Wechselstrom und kombiniertem Wechselstrom oder Mehrfachphasen-beziehungsweise Drehstrom ausgebrochen, wobei wiederum Zweiphasen- und Dreiphasen-strom miteinander zu rivalisieren suchten. Es scheint gegenwärtig, als Wennsich in mancherleiHinsicht der Dreiphasenstrom am zweckmäßigsten verwenden lasse, jedoch sind bei derWahl des Stromerzeugungssystems stets die lokalen Verhältnisse, sowie die verschiedenenBenutzungsweisen des Stromes in Betracht zu ziehen. Für Beleuchtungszwecke sindunzweifelhaft die verschiedenen Systeme des Gleichstromes, sowie auch unter Umständen dereinfache Wechselstrom am geeignetsten zu verwenden. Der Wechselstrom ist zuerst beigrößeren Beleuchtungsanlagen zur Anwendung gelangt, indem sich die Wechselstrommaschinenleicht in größerem Maßstabe am bequemsten benutzen ließen; sie waren den älterenGleichstrommaschinen in der Einfachheit der Konstruktion überlegen und sind überhauptfür viel stärker gespannte Ströme als die Gleichstrommaschinen in Anwendung zu bringen.Mit Bezug hierauf entsprechen sie am besten der durch ihre Einfachheit sich empfehlendenHintereinanderschaltung zahlreicher Bogenlampen. Infolge der einfachen Hmtereinander-reihung der Lampen in die Leitung ergibt sich eine einfache und verhältnismäßig billigeAnlage. Diese Vorteile des Wechselstrombetriebes werden auch jetzt noch von bedeutendenElektrotechnikern in den Vordergrund gestellt, besonders weil es dadurch ermöglicht wird,sie weit ab vom Belenchtungsgebiet, auf billigen und besonders geeigneten Grund undBoden zu verlegen und gelegentlich wohl auch billige Wasserkraft zum Betriebe heran-zuziehen. Es ist dabei die Herabminderung der hohen an sich leicht gefährlich werdendenund für den Betrieb der Lampen nicht passenden Spannung des elektrischen Wechsel-