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Erster Band. Entwickelungsgang und Bildungsmittel der Menschheit.
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Das elektrische Licht.

sein. Bei diesem Bühnenregulator findet in einem Raume von 2,8 na Höhe, 1,75 m Breite und0,s in Tiefe nicht nur das gesamte Leitungsmaterial von 6 einfachen und drei Doppelwiderständenfür Stromstärken bis zu 60 Ampere Platz, sondern es ist auch noch der ganze Mechanismus mitallen Hebeln Schaltern und Blitzvorrichtungen darin untergebracht. Um die feinsten Abstufungenin der Lichtstärke und die entsprechenden Spannnngsunterschiede von Kontakt zu Kontakt zuerhalten, ist jeder Negulierwiderstand in 90 Stufen zerlegt. In einem starken gußeisernenGestell reihen sich die durch schmiedeeiserne Rahmen gefaßten Regulierwiderstände in Draht-spiralen aneinander, während der terrassenartige Aufbau des Gestells zur Lagerung hohler Wellendient, innerhalb deren massive eiserneAchsen drehbar sind. Auf den hohlenWellen sitzen die als doppelarmigeHebel geformten Kontakte, welche mitzahlreichen federnden Berührungs-flächen auf den Kontaktlamellen derWiderstände schleifen, um die Über-leitung des elektrischen Stromes zuvermitteln. Diese Hebel drehen sichso lange lose auf der Welle, bis siein Funktion treten: erst dann werdensie durch eine sinnreiche Friktions-kuppelung mit der Welle fest ver-bunden, denn es ist zur Hervor-bringung der verschiedenen Lichl-esfekte absolut erforderlich, daß dieBewegung der Hebel einzeln odergruppenweise in jeder beliebigenKombination bewirkt werden kann.

Wie Abb. 68 l auch noch zeigt, be-finden sich in dem oberen Aufbaudes ApparatS die Umschalter für diefarbigen Lampen; die Handhabender hierzu dienenden Kvntaktschiebersind knopfförmig und tragen dieFarben der entsprechenden Lampen-gruppe, so daß Verwechselungen beinur einiger Aufmerksamkeit gar nichtvorkommen können.

Gelegentlich der 1891 in Frank-furt a. M. abgehaltenen internatio-nalen elektrotechnischen Ausstellungbeleuchtete die Firma Schlickert L Co.das Viktoria-Theater und unter-stützte dabei die Wirkung der dazubenutzten Glühlampen noch durchAnwendung kleiner Scheinwerfer,welche die Gruppenbeleuchtung zubesorgen hatten. Durch diese kleinenReflektoren wurde das sonst nachallen Richtungen nusstrahlendeLichteiner Bogenlampe in einer bestimm-ten Richtung auf die Gegenständeund Personen geworfen, welche inganz besonderer Helligkeit und bezw. in einer Beleuchtung von bestimmter Farbe hervortreten sollten.Ganz besonders zauberhafte Lichtwirkungen können dadurch auch bei Springbrunnen und Wasser-fallen erzielt werden, auch für Signallichter und nächtliche Aufklärungen zu Lande und zu Wassersind diese im folgenden Abschnitt zu betrachtenden Scheimverser von größtem Vorteil.

In wirtschaftlicher Hinsicht sehr wichtig, ja für die praktische Anwendung einerBeleuchtungsart oft entscheidend sind die Beleuchtungskosten. Um diese bestimmenzu können, ist es vor allem nötig, die Stärke des erzielten Lichteffektes zu messen. Diesgeschieht mit Hilfe der sogenannten photometrischen Apparate, von denen später (in Bd. II)des weiteren die Rede sein wird. Hier sei nur erwähnt, daß als Maß hierbei nach Über-einkommen eine Lichtquelle benutzt wird, die eine möglichst stets gleichbleibende Lichtstärkeausweist, und die man sich stets in genau gleicher Beschaffenheit verschaffen kann. Alssolches Lichtmaß gilt z. B. in Frankreich immer noch die alte, S. 580 besprochene Carcel-lampe. In England hat man, um ein einfacheres Richtmaß an der Hand zu haben, dieWalratkerze, in Deutschland bis vor kurzem die als „Vereinskerze" bezeichnete Paraffin-

6SI. Nignlicrapparat für Bühnenbeleuchtung der „AllgemeinenEirktrizitiits-Erfrllfchaft" in Berlin .

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