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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Das Holz und seine Verarbeitung.

welche verschiedene Funktionen im Pflanzenleben zn versehen haben, gelagert sind; es kannmit dem Skelette des Tierkörpers verglichen werden, das den Weichteilen znm Schatzeund znr Stütze dient.

Das Holz ist, wie alle Bestandteile der Organismen, aus Zellen aufgebaut, ur-sprünglich schleimige Tropfen, mit zarter Haut umhüllt, die unter dem Einflüsse desWachstums mannigfache Veränderungen in Bezug auf Größe und Form, das Reliefund die Substanz der Zellwand erleiden. Man unterscheidet dreierlei Bildnngselemente,aus deren gruppenweise! Vereinigung das Holz besteht. Diese sind: Die eigentlichenHolzzellen (Holzfasern), langgestreckte, zugespitzte, oben und unten geschlossene Zellen mitspärlich feinen Spalten (Verbindnngskanäle zwischen den einzelnen Zellen), enger Höhlungund stark verdickter Wand, parallel znr Stammachse gelagert. Sie bilden die Hauptmassedes Holzes der Laubbäume und kommen beim Nadelholze nicht vor. Tann folgen diebereits erwähnten Holzgefäße (Poren), welche durch Vereinigung mehrerer über-einander liegender Zellen entstanden sind; dieselben bilden weite, langgestreckte Röhrchen,

I. 2.

i u. 2. Mikroskopischer Sän des Holzes.

I Holz der Lärche (Querschnitt), 2 Holz der Buche (Querschnitt).

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parallel zur Stammachse gelagert; die Wände sind dünn und an der Innenseite mit zier-lichen, spiraligen Verdickungen von großer Regelmäßigkeit, aber bei jeder Holzart andersgeformt, und behöften Tüpfeln (letztere sind Verbindnngskanäle zwischen den Zellen, miteinem linsenförmigen Raum umgeben) versehen. Poren kommen nur bei Laubhölzern vor.

Eine Abart der Poren, die sogenannten Tracheiden, bestehen aus oben und untenzugespitzten, parallel der Stammachse gelagerten Zellen mit dünnen Wänden und weiterHöhlung; sie sind verhältnismäßig kurz und mit behöften Tüpfeln versehen. Die Haupt-masse des Holzes der Nadelhölzer ist aus dieser Zellform gebildet, welche bei den Lanb-hölzern nur vereinzelt vorkommt.

Endlich ist noch zu erwähnen als dritte Gattung der Bauelemente das Holz-parenchym, welches aus kurzen, dünnwandigen, prismatischen Zellen mit engen Poren-kanälen besteht. Bei den Laub- und Nadelbäumen bildet es das Mark und die Mark-strahlen, wobei die Zellen hauptsächlich horizontal gelagert sind.

Im Nadelholze kommen noch Harzgänge vor; diese sind keine selbstständigen Zellen,sondern Lücken, durch das Auseinanderweichen bestimmter Parenchymzellen entstanden.Harzgallen sind große Lücken im Kernholze alter Nadelholzbänme, die sich mit Harz füllen. Die Palmen besitzen weder Markstrahlen noch Jahresringe.

Die Dimensionen der Zeitformen sind wichtig für mehrere technische Eigenschaftendes Holzes (Dichte, Härte, Porosität); je dünner die Zellwände und je größer der Durch-messer der Zellen, desto Poröser, hellfarbiger und leichter wird im allgemeinen das vonihnen gebildete Holz sein; im Sommerholze finden wir ein weitmaschiges Gewebe, im Herbst-holze kleine, dickwandige Zellen, woraus sich der Unterschied in der Härte bei der Be-