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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Aalpässe.

Ausser den Lachsen ist von den Wandersischen der Aal zn berücksichtigen. Für ihn sindaber andere Einrichtungen zn treffen, da seine Gewohnheiten wesentlich von denen des Lachsesabweichen. Tie im Süßwasscr lebenden Aale sind mir weiblichen Geschlechts; sie wandernvon April bis Oktober zn den im Meere lebenden Männchen. Bei ihrem Zuge bewegen siesich aus der Sohle des Flusses in der stärksten Strömung. Tie jungen Aale wandern dann imnächsten Frühjahr stromauf, da sie aber sehr wenig Kraft besitzen, ziehen sie an den seichtesten

456. WacLonatLs Fischpak an den llotamartällen.

Stellen. Um also diese Fischart zn erhalten, darf den Wanderungen kein Hindernis ent-gegen stehen.

Bei den undichten Nadelwehrcn sind sür die erwachsenen Aale keine besondere» Anlagennötig; sie können sich zwischen den Spalten der Nadeln durchzwängen. Anders ist dies beidichten Wchrkonstruktionen. Besonders dann ist ein Fijchwcg cmpsehlenswert, wenn die Kraftdes FlnsseS Turbinen treiben muff, da die der stärksten Strömung folgenden Fische nach denMaschinen gelockt werden, woihnen ein elender Tod bevor-steht. Daher ist der Werkkanalmit einem lffnreichcnd dichtenNetze zn schlietzen und sür diewandernden Fische ein Aal-paff zn bauen. An seinerMündung muff eine starkeStrömung herrschen, damitdie Fische ihn finden. Manordnet daher das Banwerk inder Nähe der Abzweigung desWerkkanals an. Die Wändemüssen von Holz sein und einedunkle Farbe haben, weil dieFische vor Eisen und hellen Stellen zurück-schrecken. Das eingelassene Wasser kanndurch Schlitze in den Wänden wieder ab-geleitet werden, da der Aal den einmaleingeschlagenen Weg selbst dann nicht ver-lässt, wenn am Ende nur feuchte Strickeihm den Übergang über den Wehrrückenzeigen. Freilich ist zu diesem Hilfsmittelnur dann zn greisen, wenn gar keinWasscrverlnst statthast ist. Der Abfall vonder höchsten Stelle zum Unterwasser wirddurch eine Rinne vermittelt, in der niedrigeEinbauten die Strömung mäffigcn.

Kann man den Aalpaß in eine seichteStelle münden lassen, so ist er zugleich sürdie jungen Aale zu benutzen. Man fülltdann seine Abfallrinnc innerhalb der Ein-bauten mit Kies. Zwischen den einzelnenSteinen suchen sich die jungen Aale ihrenWeg. Je weiter Vas Wehr stromauf liegt,

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457 bis 459. Satrinne.

weil die

um so gröber muff die Füllung sein,

Wanderung oft über ein Jahr dauert, während dessen die Brüt natürlich wächst.

Kann man den Aalpaß nicht in seichtes Wasser münden lassen, so ist für die jungenFische besonders Sorge zu tragen. Oft genügt ein ungehobeltes schräggestelltcs Brett, worübereine dünne Wasserschicht läuft. Bei größeren Höhen ist es besser, eine mit Kies gestillteRinne anzuwenden. Schwierigkeit macht nur die Mündung inS Oberwasser. Da sie trotzder wechselnden Wasscrstände stets seicht bleiben muff, hat man sie manchmal schwimmendangeordnet. Man hat auch mit Kies gefüllte Röhren in den festen Wehrtest eingemauert.Ihre Mündung legt man so tief, daß sie nie trocken lausen kann, da eine zn starke Durch-