Arnold von Brecia, Schüler Peter AbälardS, zuRom als Ketzer verdammt, flieht, von der Geistlich,keil verfolgt 21 ), über daS Gebirg, kommt nach1140. Zürich und predigt Dualismus 22 ) und Allheit undwill die Klerifey überflüßig oder allgemeiner wissen 23).Ueberall findt er Anhang 24 ). ES war an dem, dieHeirathen frey zugeben 25) und dem Bann feine welt.liche Macht zu entziehen 26). Arnolds unruhiger Geistkonnte nichts gestalten; er verirrte sich wieder nachRom , wollte nun daS weltliche Regiment reformieren27), und wird verbrennt. Der Kaiser hilft dem fiüch-tig gewordenen Pabsi zum trauerigen Geschäft, ohne
21 ) Weil er sprach, die Mönche sollen keinen eigenen Bo-den, die Pfaffen kein eigen Gut und die Prälaten keineigenes Gericht haben.
22) In der Trennung des Geists vom Körper seye Sünderdieser seye des Geistes Strafe re.
23) Welcher dieses verkünde und übe, der sey ein Geistlicher re.
24) Totam terram ( ZÜkichgau UNd Schwaben) impura fae-davit dogmatis aura. Günther. Ligur.
25) Kais. Freyheitsbrief. 1130. Geistliche verehe-lichten sich. (Hottinger hist. Eccl. XV. III.
26 ) Stuf dem Reichstag zu Ulm 1153.
27) Wie es vor Cäsar gewesen. Für seine Grundsätze kamdas Volk in Aufruhr.