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Wir gehen nun in das Jahrhundert, von welchemWeißenbach prophetisch den seligen NiklauS v. Flüezur Helvetia sagen ließ:
— Erfüllt ist deine Zahl 219 ).
Das stebenzehnte Jahrhundert.
Infandum renovare dolorem!
Die fünfzig Jahre, die wir unserm Vorsatz gemäßnoch zu beschreiben haben, füllen der Toggciibnrger.krieg; im Lande selbst der Handel zwischen den L i n-den und Harten. Jener 1 ) ist ein Wiedcrausbruchdes alten Zürcherkrieges, oder Fortsetzung deS von5656; dieser der unglückliche Versuch eines tugendhaf.ten Burgerö, feinem Vaterland die Unabhängigkeit,von langer Ehrlostgkeit zu verschaffen, und von ihmdie Folgen des im Bund von 1715 beschlossenen Vcr-raths abzuhalten. Wenn wir diese beyden Gegenständeausführlicher beschreiben, als es eine Specialgeschichtethun sollte, so geschieht es das musterhafte Benehmenunserer Väcer auf die Nachkommen zu bringen. Wer nurimmer an diesem Krieg mehrere oder mindere Ursachgehabt haben mag — Ncformirre oder Katholiken —
219) Akt. 5 . Szene 6 .
1) ,, La partie la plus honteuse dc notre histoire.” Hal»lers Brief an Zur lau den. 1761 .