Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
158
JPEG-Download
 

Der Herzog lauert anderthalb Jahre, Kräften zurüsten , fürder daö behaupten zu können, waö durchUeberraschung erworben werden sollte. Man wußte zuZürich , daß er mit großem Volk auSgezogeu seye, und1422 bald darauf kam die bestimmte Nachricht, Bellen; seyeam Cbarfreytage (an welchem heiligen Tage die Be-satzung der Andacht gepflogen) überrumpelt und ein-genommen worden. Auch Livinen gieng an den Herzogverloren. Die ausgezogenen zwey Ort vermochten dieLandschaft gegen des Herzogen Macht nicht zu halten 18).

Auf der nächsten Tagsatzung zu Luzern sprach vomGegenstände innig ergriffen der Gesandte der Urner vondeö Schwcizernamenö beschimpfter Ehre, von vergesse-ner BundeStrcue, und vergessenen Zeiten. In dieserZeit durfte man nicht lange so sprechen. Luzern er-mannte sich. Dann die andern Ort; nur Bern versagteBundeshülfe.

Also unter dem Pannerherr Peter Kolin zogen dieZuger mit Ury, Luzern und Unterwalden 3000 starküber den Gotthard . Schwy; und Glaruö waren umeinen Tag zurück, die Zürcher zu erwarten. Man war

18) Und die Eidgenossen wollten sieb mit diesem Krieg nichtbesassen. Bellen; liege nicht im Bundeskrcise. Bis anden Platifer werde man ziehen.